Was auch immer man von ­Onlinediensten wie Twitter halten mag, eine Tatsache ist unbestritten: Die Plattform dient vielen Prominenten und Politikern inzwischen als wichtiger Kommunikationskanal. Wie stark das öffentliche Interesse daran ist, zeigt der Wirbel um einen Tweet der Lebensgefährtin von Frankreichs Staatspräsident François Hollande, Valérie Trierweiler. Ihre 137 Zeichen lange Botschaft, in der sie einen politischen Rivalen von Hollandes Exfrau unterstützte, bescherte dem Präsidenten im Juni 2012 den ersten Skandal seiner Amtszeit. Die Kurzbotschaft schaffte es über mehrere Tage auf die Titelseiten vieler Printmedien und zwang Hollande schließlich, in einem Fernsehinterview Stellung zu nehmen.
Sollte uns die wachsende Bedeutung von sozialen Netzwerken im Internet beunruhigen? …