Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Mit einfacher Optik erklärbar - Antwort auf Dr. Voss

    30.07.2009, Andreas Naumann, Frankfurt a. M.
    Meiner Ansicht nach hat das Phänomen nichts mit Kondensstreifen o. Ä. zu tun, es lässt sich mit einfacher Optik erklären:

    Aufgrund der großen Entfernung Sonne - Erde treffen die Lichtstrahlen der Sonne fast parallel auf die Erdatmosphäre auf. Damit projiziert eine malerisch angestrahlte Wolke ein Muster aus parallelen Licht- und Schattenstreifen auf den dunstigen Bereich dahinter.

    Das scheinbare Zusammenlaufen der Strahlen in einem Punkt ist also in beiden Fällen - in Richtung Sonne oder von ihr weg - nur eine Frage der Perspektive, genauso wie eine lange und schnurgerade Straße sich in beiden Richtungen scheinbar zum Horizont hin verjüngt.

    Beeindruckend ist das Schauspiel jedoch allemal, ob vom Boden oder aus dem Flugzeug betrachtet.
  • Hohlkugel ist eine konforme Abbildung

    29.07.2009, Jan Hesselbach
    Alle Argumente, die weg von einem geozentrischen hin zu einem heliozentrischen Weltbild führten, lassen sich ebenfalls auf die Hohlweltkugel abbilden. Die äußeren Planeten müssten sich dann aber wider die Gravitation verhalten. Der Abstand zwischen den äußeren Planeten und der Erde wäre dann am größten, wenn die Sonne zwischen Planet und Erde steht. Die Sonne müsste also eine abstoßenden Wirkung auf die äußeren Planeten haben, was ein Widerspruch zu den newtonschen Gesetzen wäre.

    Ergo: Wir kreisen in einer hohlen Sonne. Und am Tag wäre ich länger als in der Nacht. ;-)
    Antwort der Redaktion:
    Schon richtig, aber nicht bemerkenswert. In der Hohlwelt gelten natürlich nicht die newtonschen Gravitationsgesetze, sondern deren auf die Hohlweelt transformierte Versionen. Und die sind so kompliziert, dass niemand sich freiwillig damit befassen würde.

    Christoph Pöppe, Redaktion
  • Bemerkungen zum halben zusammengenähten Ikosaeder

    29.07.2009, Tilman Kroeker, Darmstadt
    Ich habe in der Badeanstalt über das halbe zusammengenähte Ikosaeder sinniert. Wenn die Sonne nicht zu heiß war und meine Sinne benebelt hat, dann handelt es sich bei dem Objekt doch einfach um das fünfdimensionale Analogon des Tetraeders: sechs Ecken, jede mit jeder mit einer Kante verbunden. Durch das Zusammennähen hat das Objekt dann nicht 10 Dreiecksflächen, sondern 20. Denn jede Kante hat Anteil an vier Dreiecksflächen. Nehmen wir im Bild auf Seite 68 die Kante CB heraus. Durch das Zusammennähen entstehen die Dreiecke BCF und BCE, gleichberechtigt zu den Dreiecken BCA und BCD. Also 15 Kanten mal 4 Dreiecke durch 3 Seiten macht 20 Dreiecke.
    Klar, dass die Projektion dieses fünfdimensionalen Körpers auf nur vier Dimensionen innenliegende Kanten produziert und also nicht konvex ist.
    Antwort der Redaktion:
    Das muss ich mir mal in Ruhe in der Badeanstalt durch den Kopf gehen lassen. Hier im Büro ist alles so dreidimensional. Und im Fünfdimensionalen kenne ich mich nicht so richtig aus.

    Aber ich versuch's trotzdem mal. Das fünfdimensionale Analogon des Tetraeders (nennen wir es kurz den 5-Simplex) hat nicht nur sechs Ecken, die jede mit jeder verbunden sind; sondern auch jede beliebige Auswahl von drei aus den sechs Punkten ist ein Dreieck, das zum 5-Simplex gehört. (Wieso? Drei von den sechs Punkten sind ausgewählt. Nimm von den drei übrigen den ersten weg, und du erhältst ein 4-Simplex oder auch Fünfzell aus vier Tetraedern. Nimm den nächsten weg, und es bleibt ein gewöhnliches Tetraeder. Nimm den dritten weg, und es bleibt ein Dreieck dieses Tetraeders.) Also hat das 5-Simplex (6 über 3) = 20 Dreiecke.

    Aber das Halbikosaeder hat definitiv nur zehn Dreiecke! Im Beispiel: BC, CE und EB sind sämtlich Kanten des Halbikosaeders, aber BCE ist keine Fläche des Halbikosaeders und wird auch durch Zusammennähen nicht zu einer solchen. Das ist eigentlich nicht verwunderlich: Im intakten Ikosaeder gibt es ebene Fünfecke, die vollständig aus Kanten des Ikosaeders bestehen und trotzdem keine Flächen desselben sind.

    Also kann man sich das Halbikosaeder entstanden denken aus einem 5-Simplex, aus dem jedes zweite Dreieck rausgeschmissen wurde? Ich glaube schon; jedenfalls fällt mir nichts ein, was dem entgegenstünde. Bemerkenswert ist allerdings, dass im Halbikosaeder jede Kante an genau zwei Dreiecke angrenzt, während es im 5-Simplex genau vier waren. Das Rausschmeißen hat also sehr "gleichmäßig" stattgefunden.

    Der verstümmelte 5-Simplex ist irgendwie "zugig" geworden: Von den Wänden seiner (zum Beispiel) Tetraeder stehen nicht mehr alle, so dass der Wind durchzieht. Die Projektion in den dreidimensionalen Raum wäre also so trickreich, dass sie alle Windlöcher schließt? Ach was, diese Projektion gibt es ja gar nicht ...

    Christoph Pöppe
  • Spannender als ein Kriminalroman

    28.07.2009, Hans-Reinhard Biock, Tönisvorst
    Was ist ein großes Vergnügen? Die liegengebliebenen Spektrum-Hefte im Urlaub zu lesen! Neben all den interessanten Artikeln sticht die Reihe "Die größten Rätsel der Mathematik" hervor. Wie hier dem wenig von Mathematik verstehenden Leser (wie mir) die Probleme der heutigen Mathematik präsentiert werden, ist beispielhaft; die von Ihren Artikeln erzeugte Spannung hat mich häufig nachts (wenn meine Frau den Fernseher nicht einschalten konnte) bewegt, die ungelösten mathematischen Rätsel zu studieren. Wer da noch Romane liest, weiß nicht, was Spannung ist!

    Auch der Artikel "Abelpreis für Mikhail Gromov" ist von bestechend verständlicher Einfachheit. Seine Gedankengänge erinnern ein wenig an die großartigen Leistungen von B. Riemann, dessen Entdeckungen die Relativitätstheorie Einsteins möglich machten.

    Mit Ihren mathematischen Darlegungen erfreuen Sie sicher nicht nur mein Gemüt. Bitte machen Sie weiter auf diesem Gebiet.
  • Einspruch

    27.07.2009, Fritz Kronberg, Rondeshagen
    Prof. Gethmann hat in diesem Interview fast nur Gedanken ausgesprochen, denen ich vorbehaltlos zustimmen kann. Mit einer Ausnahme: dass er den Transhumanismus als Maschinenanbetung abqualifiziert. Dies lässt vermuten, dass er sich damit nicht ernsthaft auseinandergesetzt hat. Der Transhumanismus geht lediglich über den Strukturkonservatismus hinaus, den die Grünen beispielsweise in Bezug auf den Menschen und das, was sie für Natur halten, an den Tag legen. Ich denke, der Transhumanismus ist eine eingehende Beschäftigung mit seinen Thesen wert. Auch scheinbar (aus der aktuellen Situation heraus) abwegige Themen sollte man nicht links liegen lassen. Sie könnten in irgend einer Weise noch nützlich werden.
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Kronberg,



    Die Anspielung bezieht sich in der Tat auf Vorstellungen, die Entwicklungen in der Genetik, der Informatik und der Robotik aufeinander zu bewegen und damit den jetzigen Menschen „überwinden“! wollen. Aber auch unabhängig von dem Technizismus ist der Transhumanismus zu kritisieren. Allerdings ist es irreführend, ihm einen „Strukturkonservatismus“ gegenüber zu stellen, wenn man damit meint, dass die Menschheit sich mit Krankheit, Unfällen, Unterversorgung aller Art usw. abzufinden hat. Der Transhumanismus will jedoch nicht nur solche Kontingenzphänomene bewältigen, sondern sie beseitigen. Es ist durchaus eine sinnvolle handlungsanleitende Utopie, den Menschen von seinen Leiden zu beseitigen. Dagegen kann ich keinen Sinn darin sehen, ihm das Glück dadurch anzudemonstrieren, dass er sich zu einem nicht-menschlichen Wesen weiterentwickeln soll.



    Mit freundlichen Grüßen

    Professor Dr. Dr. h.c. C.F. Gethmann

  • Stallpflicht endlich beenden

    27.07.2009, Elisabeth Petras, Hamburg
    Vielen Dank für Ihren Artikel. Die Stimmen der Ornithologen, die schon im September 2007 eine Erklärung verabschiedeten, in der sie die bessere Überwachung und Erforschung der Übertragungswege innerhalb der Geflügelindustrie forderten und den Nutzen der immer noch bestehenden generellen Stallpflicht in Frage stellten, wurden leider damals kaum gehört.

    Inzwischen bestätigten auch die groß angelegten Untersuchungen wie das Drei-Länder-Projekt "Constanze", dass das hoch pathogene Virus bei Wildvögeln so gut wie gar nicht zu finden ist. Der Befund der einen gefunden Schweizer Tafelente, der oft zitiert wird, ist so unsicher, dass hier eine Laborkontamination die wahrscheinlichste Erklärung darstellt, wie auch bei dem weiteren Fund eines Einzeltieres. Die PCR hat durchaus eine gewisse Fehlerquote.

    Für eine Stallpflicht gibt es keine einleuchtende Begründung mehr - auch wir fordern daher ihre Aufhebung!

    Elisabeth Petras
    Politischer Arbeitskreis für Tierrechte in Europa (PAKT) e. V.
    Bramfelder Chaussee 302
    22177 Hamburg
    www.paktev.de
    www.schule-und-tierschutz.de
  • Lernen in der Krise

    27.07.2009, Dr. Guido Poliwoda, Bern
    Sehr geehrter Herr Professor Gethmann,

    ich fand in Ihrem Interview "Philosophieren in der Krise" sehr interessante Aspekte, besonders, dass Verlangsamung ein gutes Rezept sei, "um die Rationalität von kollektiven Entscheidungen zu erhöhen".

    Leider beginnt die Befragung mit Ihrer Antwort, dass der Mensch permanent in der Krise lebe. Diese Ansicht kann ich nicht teilen, wie sollte er dann tiefes Glück empfinden können? Zudem regieren Gesellschaften besonders auf Krisen mit unkonventionellem Lernen, die so genannten "windows of opportunities" öffnen sich, wie jetzt an verschiedenen Orten und Themen zu sehen ist. Eine solche Abkehr von einem regelvertrauten Vorgehen lässt sich nicht mit Ihrer plakativen Aussage zur Deckung bringen.

    Ebenso unreflektiert empfand ich Ihre Aussage, dass es gut sei, dass Politik mit einem Verzögerungsmoment reagiere. Gerdade dadurch ist diese Krise und auch die klimatische noch verschärft worden! Eben weil unsere Politiker zu wenig präventiv und schon gar nicht in der Lage sind, Krisenphänomenen proaktiv zu begegnen, befinden wir uns in einem lernschwachen Szenario. Das weiterhin bzw. erneut amoralische Verhalten vieler Bänker und Politiker sollte ihnen nachhaltigere Anstöße geben, um dem von Ihnen formulierten Anspruch, was Philosophie für die Gesellschaft leisten kann, gerecht zu werden.
  • Ansteckung erwünscht?

    26.07.2009, Walter Keller, Ratingen
    Ein überaus interessanter Artikel. Wenn ich die Zwischenüberschrift im Kasten auf S. 57 lese "Wie weit das Virus eingedämmt werden kann", stellt sich mir als Laie allerdings die Frage, wer hier eigentlich was eindämmt. Irgendwelche "Asteckungsverhinderungsmaßnahmen" kann ich in der Öffentlichkeit (auch an Flughäfen) eigentlich nicht erkennen, lediglich den Hinweis an infizierte Personen, sie mögen doch zu Hause bleiben.

    In der Tagespresse konnte verfolgt werden, dass englische Patienten mit Verdacht auf eine Infektion zunächst aufgefordert wurden, zum Arzt zu gehen, als es immer mehr wurden, sollten sie lediglich noch den Arzt anrufen. Nachdem sich nun aktuell die Ärzte über unzumutbare Anruferzahlen beklagen, geht die nächste Meldung wahrscheinlich in der Richtung raus, das infizierte Personen möglichst niemand mehr stören sollen.
    Wäre es nicht sinnvoll, jetzt aktuell eine Verbreitungsanalyse durchzuführen und mit Hinblick auf eine Pandemie des Virus H5N1 den Verbreitungsstopp und/oder die Isolation einer größeren Anzahl von Personen konkret zu trainieren?

    Weiterhin stellt sich mit Hinblick auf den aktuell in der Entwicklung befindlichen Impfstoff gegen den befürchteten kombinierten Virus folgende Frage: Sind nicht Personen, die aktuell mit dem H1N1 Schweinegrippe-Virus infiziert sind, zukünftig bereits gegen einen kombinierten Virus ebenso gut geschützt wie nach einer Impfung, da sie bereits die gleichen Antkörper entwickelt haben, die mit der Impfung beabsichtigt werden? Wäre es, provokant formuliert, nicht wünschenswert, sich jetzt mit der relativ harmlosen Variante zu infizieren?
    Antwort der Redaktion:
    Inwieweit und mit welchen Maßnahmen die Influenza-Ausbreitung eingedämmt werden kann, hängt neben der Übertragbarkeit des Erregers auch von der Zahl der Infizierten in der jeweiligen Region und weltweit ab. So konnte bei anfangs wenigen Infizierten ein Nachverfolgen und eine virologische Untersuchung aller Kontaktpersonen erfolgen und dadurch die lokale Ausbreitung vermindert werden. Wenn wie in England oder Spanien erst einmal Zehntausende oder Hunderttausende Menschen infiziert sind, ist das jedoch nicht mehr machbar. Mathematische Modelle zeigen außerdem, dass Reiseeinschränkungen kaum einen Einfluss auf die Ausbreitung der Pandemie hätten, da das Virus bereits in sehr vielen Regionen der Welt verbreitet ist; andererseits würden sie zu großen Beeinträchtigungen führen. Auch die Kontrolle von Reisenden an Flughäfen bringt kaum einen Nutzen, da Infizierte bereits vor Eintreten körperlicher Symptome Viren ausscheiden und diese am Zielort verbreiten können. Daher empfiehlt die WHO solche Maßnahmen nicht.



    Wirksam ist es dagegen, wenn jeder einzelne Patient möglichst wenige andere Menschen in seiner Umgebung ansteckt. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass Kranke zu Hause bleiben, sofern nicht ein schwerer Verlauf einen Arztbesuch erforderlich macht; so bleiben außerdem Ressourcen in den Arztpraxen für die Behandlung ernsthaft Erkrankter frei. Die Behandlung mit antiviralen Wirkstoffen kann zusätzlich zur Senkung der Virusausscheidung beitragen. Außerdem ist es sinnvoll, dass sich gesunde Menschen durch Vermeidung von nicht notwendigen Kontakten mit Erkrankten und durch allgemeine Hygienemaßnahmen vor Infektion schützen – häufiges Händewaschen ist eine einfache und nachgewiesenermaßen effektive Methode, das Infektionsrisiko zu senken.



    Die gegenwärtig immer wieder diskutierte Idee, den derzeitigen Erreger auf Grund des häufig relativ leichten Verlaufs der Infektion als ‚natürlichen Impfstoff‘ einzusetzen, ist dagegen nicht nur nicht sinnvoll, sondern sogar gefährlich. In Deutschland, wo viele Menschen von pharmazeutisch hergestellten Wirkstoffen absolute Sicherheit einfordern, herrscht eine erstaunliche Toleranz gegenüber Gefahren und Komplikationen, die mit als ‚natürlich‘ wahrgenommenen Substanzen einhergehen. So setzen manche Eltern aus Angst vor Impfkomplikationen ihre Kinder auf ‚Masernparties‘ gezielt einem Erreger mit viel größerem Gefährdungspotential als dem des Impfstoffs aus, sie gefährden dadurch ihre Kinder. Im Gegensatz zum Grippeimpfstoff, der aus abgetöteten Viren besteht, führt die Infektion mit dem echten H1N1 Erreger zu einer Erkrankung die schwer verlaufen und, wenn auch selten, sogar zum Tod führen kann. Selbst wenn der ‚natürlich Immunisierte‘ die Infektion unbeschadet übersteht, gefährdet er in dem Wunsch sich selbst zu schützen wissentlich seine Umgebung. Ein Erkrankter scheidet - im Gegensatz zu einem Geimpften - Viren aus, die andere Menschen mit möglicherweise größerem Risiko für Komplikationen infizieren können. Zudem ist jeder erkrankte Organismus ein Reservoir für das Virus, das darin Gelegenheit zu Mutationen und Rekombinationen erhält. Mit der Zahl der Infizierten steigt also unmittelbar das Risiko, dass ein Erreger mit höherer Pathogenität entsteht.




    Prof. Hans-Georg Kräusslich, Autor
  • Danke für den Artikel

    23.07.2009, Elfi Littmann-Kaba, MADASOLEIL SARL - Mahajanga
    Sehr geehrter Herr Pyritz,

    herzlichen Dank für diesen hervorragenden Artikel !

    Es ist die kompetenteste und ausgewogenste Schilderung der Situation hier in Madagaskar, die ich seit langem gelesen habe.

    Mit sonnigen Gruessen aus Mahajanga/Madagaskar

  • Vektor Mensch ist bedeutend!

    23.07.2009, Eckard Wendt, AGfaN e.V.
    Es kann nach dem Vogelgrippegeschehen vom Dezember 2008 bis Februar 2009 in 32 Putenhaltungen mit etwa 600 000 gekeulten Tieren kein Zweifel mehr daran bestehen, dass der Mensch eine eminente Rolle im Verbreitungsgeschehen von H5N1 spielt. Blamabel ist die Rolle von Politikern, die Tiere einsperren lassen, obwohl die Gefahr für das in Intensivhaltung eingesperrtes Geflügel auf Grund der unvermeidbaren hohen Rate von Körperpassagen der Viren - etwa durch Kotaufnahme - die Wahrscheinlichkeit exponentiell potenziert, dass durch Mutation aus niedrigpathogenen Erregern (LPAIV) hochpathogene (HPAIV) entstehen.

    Dagegen wirkt Tageslicht durch seinen UV-Anteil wohl eher keimtötend. Deshalb war die landesweite Aufhebung bestehender Ausnahmen vom generellen Aufstallungsgebot durch den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Heinrich Ehlen geradezu absurd.
  • Den Bürgern die Augen öffnen

    18.07.2009, Hans Kranz, Forst
    Ganz herzlichen Dank, Herr Lingenhöhl, für dieses Interview, das mir als interessiertem Bürger in diesem Land die Gelegenheit gab, zu verstehen, was für eine wunderbare Chance dank der wertvollen Arbeit der genannten Menschen hier genutzt wurde.

    Dass dieses Projekt nicht nur unserer Umwelt, sondern auch der Völkerfreundschaft dient, kann umso mehr begeistern.
    Weiter so!
  • Heinrich-Ereignisse und Neandertaler-Bevölkerung

    17.07.2009, Friedrich Gebhardt, Bonn-Holzlar
    Könnte es sein, dass durch Heinrich-Ereignisse (kurzzeitige extreme Kälteperioden) die Neandertaler-Bevölkerung radikal verkleinert wurde (und beim letzten - vor etwa 30 000 Jahren - ausstarb) und dass dies die genetischen Befunde erklärt, ohne dass die Bevölkerungszahl immer so gering gewesen sein muss?

    Wenn der moderne Mensch kaum eine Chance gehabt haben soll, einen Neandertaler zu treffen, dann gilt das auch für die Neandertaler untereinander; Inzucht müsste die Folge sein.
    Im Neandertal-Museum fand ich kürzlich die Möglichkeit erwähnt, dass beim letzten Heinrich-Ereignis sowohl die Neandertaler als auch die modernen Menschen in Europa ausgestorben sein könnten, letztere aber erneut einwanderten.
  • Verantwortungsvoll mit Nanotechnologie umgehen

    17.07.2009, Team "Hessen-Nanotech", Wiesbaden
    Wie auch dieser Artikel zeigt, sind die möglichen Risiken durch Nanopartikel Gegenstand zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsaktivitäten. Anwender der Nanotechnologien müssen frühzeitig den Aspekt potenzieller Risiken aufgreifen und sicherstellen, dass von den Produkten keine Gefahr ausgeht.

    Dies soll eine Informationsplattform für den verantwortungsvollen Umgang mit Nanotechnologie unterstützen, die Informationsplattform Nano-Sicherheit.de, die die Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zur Verfügung stellt (www.nano-sicherheit.de). Sie soll dazu beitragen, dass Unternehmen, sowie Anwender und Interessierte einen schnellen und guten Überblick über die aktuellen Forschungsaktivitäten und die Diskussion um potenzielle Risiken von Nanomaterialien gewinnen können. Zudem nennt sie erste Anlaufstellen in Fachkreisen, damit solche Fragen gemeinsam mit Fachleuten diskutiert werden können.
  • "Nanobyl"

    16.07.2009, Eckhart Triebel, Berlin
    Es ist doch immer wieder dasselbe: Die Industrie macht einfach, und wir baden es aus. Wieso muss jemand, der mit Nanopartikeln nicht nur experimentiert, sondern sie auch in Produkten verkauft, nicht selbst den Nachweis führen, dass diese unbedenklich sind? Wie kann es sein, dass Rezepturen geheimgehalten werden können? Hier werden wir alle als Versuchskaninchen genutzt und natürlich hinkt die Risikoforschung hinterher. Was auch sonst? Und wenn dann gehäufte Krankheitsfälle auftreten, war es wieder keiner gewesen, weil wahrscheinlich der Nachweis wieder kaum zu führen sein wird.
    Wieso eigentlich muss erst immer ein "Nanobyl" passieren, bevor gehandelt wird? Wieso kann das nicht im Vorfeld geschehen? Wenn es vor drei Jahren 200 Produkte waren und jetzt 800 sind, wann wird es dann kaum noch ein Produkt geben, in dem kein "Nano" drin ist? In 10 Jahren oder in 50?
    Auf beängstigende Weise könnte eine Fantasie von Alastair Reynolds in seinem Roman "Ewigkeit" Wirklichkeit werden, in dem die Erdbevölkerung vor dem Jahr 2077 durch einen "Nanocaust" dahingerafft wird. Ich denke, es ist höchste Zeit, die Industrie, die mit "Nano" experimentiert, an die Kandare zu nehmen.
  • Das stimmt auch für Zitronenkerne im Sprudelwasser!

    16.07.2009, Höhn, Egelsbach
    Danke für die Antwort auf die Frage, warum Zitronenkerne in Sprudelwasser aufsteigen und wieder absinken. Denn das zum Eis bestellte stark sprudelnde Wasser in der Eisdiele zeigte dieses Phänomen und regte zum Nachdenken über die Ursache an. Meine Tochter (5) hatte schon an "Wissen macht ah" geschrieben, weil sie genau wissen wollte, was da eigentlich passiert. Doch meine als Vermutung geäußerte Erklärung "die Bläschen setzen sich da dran und heben den Zitronenkern wie viele kleine Luftballons nach oben..." war ihr wohl nicht fundiert genug. Jetzt kann ich es ihr schwarz auf weiß belegen....
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