Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kürzester Kepler-Beweis

    12.03.2008, Ulrich Seyffert, In der Hohl 1, 57632 Seifen
    Tetraeder lassen sich nicht zu geschlossenem Raum verbinden. Aber mit Kugeltetraedern (4 gleiche Kugeln engstens beieinander) geht das.

    Kugeltetraeder aneinandergesetzt (abwechselnd 180° gegeneinander gedreht) bilden die Keplersche Packung.

    Das ist ein Beweis der Keplervermutung, weil für das Kugeltetraeder die größte Dichte offensichtlich ist.

    Engste Packungen bilden automatisch Gitter. "Zì rán" = natürlich = selber so sein , wie die Chinese sagen. Deshalb halte ich nichts von exorbitanten Untersuchungen von irregulären dichtesten Packungen.
    Antwort der Redaktion:
    Stimmt nicht! Die Kugeltetraeder aneinandergesetzt lassen zwischen sich Lücken in Form von Kugeloktaedern.

    Es wäre auch merkwürdig, wenn es anders wäre. Man nehme eine Kugelpackung, verbinde überall dort, wo sich zwei Kugeln berühren, deren Mittelpunkte durch eine Kante und lasse schließlich die Kugeln weg. Damit hat man aus einer Kugelpackung die zugehörige Polyederpackung gemacht.

    Wenn die Kepler'sche Packung ausschließlich aus Kugeltetraedern bestünde, dann würde die zugehörige Polyederpackung ausschließlich aus Tetraedern bestehen. Es gibt aber keine Tetraederpackung, die den Raum füllt. Also gibt es keine dichteste Packung aus Kugeltetraedern, was zu beweisen war.

    Christoph Pöppe
  • Komische Wissenschaft

    12.03.2008, Stefan Taube
    Da füttert ein Zoologe junge Zebramangusten "über zehn Stunden ausschließlich mit Wasser", um hinterher festzustellen, dass sie häufiger schreien, als die mit Rührei gefütterten. Was ist hier der Erkenntniswert, außer dass Zoologie gefährlich nahe an Tierquälerei grenzt? Soll Herr Bell doch mit seinen eigenen Kindern experimentieren!
  • Hohlwelttheorie kann widerlegt werden!

    11.03.2008, Hermann Illgen
    Ganz einfach kann die Hohlwelttheorie wiederlegt werden, und zwar wie folgt: Man nehme ein reißfestes Seil und umwickle die Erde damit. Dann nehme man beide Enden und ziehe diese zusammen. Erhebt sich das Seil von der Erde, so leben wir in einer Hohlwelt.
    Schnürt Sie sich fester um die Erde, so ist es eine Kugel.
    Antwort der Redaktion:
    Ja. Aber …
    Wenn es diese merkwürdige Maßstabsverkürzung gibt, die man für die Inversions-Hohlwelttheorie postulieren muss, dann neigt das Seil dazu, sich "nach außen" in den Erdboden zu drücken, wenn es strammgezogen wird; denn dort draußen wird es um mehr verlängert, als es durch Strammziehen verkürzt wird, und deswegen ist das die energetisch günstigere Form.

    Aber ich gebe zu: Das ist jetzt schon richtig abstrus.


    Christoph Pöppe
  • Gelassenheit bewahren!

    10.03.2008, Reiner Vogels, Swisttal-Odendorf
    Ich rate dazu, angesichts des in Deutschland unternommenen Versuches, auf Kernenergie - inzwischen sogar auf den Bau neuer Steinkohlekraftwerke! - zu verzichten, Gelassenheit zu bewahren.

    Auch wenn überall in der Welt neue Kernkraftwerke geplant und gebaut werden - in Finnland sogar mit Zustimmung der Sozialdemokraten - ist es vielleicht nicht verkehrt, daß in Deutschland der Versuch unternommen wird, auf Kernkraft zu verzichten.

    Begründung: In ein paar Jahren wird sich ganz ohne Frage herausstellen, daß dieser Versuch zum Scheitern verurteit ist. Dies wird zu einer Renaissance der Kernenergie führen. Man kann eben einen Industriestaat, in dem Stahl erzeugt, Zement produziert, Aluminum geschmolzen, chemische Industrie betrieben wird ..., in dem im übrigen auch die normalen Bürger verlangen, daß sie ihre Computer jederzeit betreiben und jederzeit einen Fahrstuhl benutzen können und nicht nur, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, nicht auf verläßliche und bezahlbare elektrische Energie verzichten. In einer Zeit, in der die Menschheit wächst, in der in den Schwellenländern die Energienachfrage dramatisch steigt, was die Preise fossiler Energien auf immer neue Rekordhöhen treibt, ist die Kernenergie die einzige realistische Alternative, die die Menschheit hat.

    Geradezu putzig habe ich übrigens den Vorschlag gefunden, elektrische Energie in Form von riesigen Druckluftspeichern zu speichern. Ein solcher Vorschlag kann wohl nur in einem Volk gemacht werden, in dem der naturwissenschaftliche Unterricht an den Schulen seit Jahrzehnten vernachlässigt wird: In einer naturwissenschaftlich gebildeteren Bevölkerung wüßten die Menschen, daß beim Komprimieren von Gasen in großem Maßstab Energie durch Wärmeentwicklung verloren geht, die nicht wiedergeholt werden kann. Druckluftspeicher dürften daher wohl kaum wirtschaftlich und effizient sein. Sie wären wahre Energieverschwender.
    Antwort der Redaktion:
    Zu dieser Frage wird derzeit auch auf unserem Blogportal wissenslogs.de diskutiert.



    Doch unabhängig davon lohnt ein Abstecher zum Thema der Druckluftspeicher: Mit 40 bis 50 Prozent Wirkungsgrad sind sie tatsächlich Energieverschwender. Nützlich sind sie gleichwohl, wie die Praxis zeigt. Zwei Druckluftspeicherkraftwerke existieren bereits und sind nicht allein der Bildungsmisere zu verdanken. Der Energiekonzern EON betreibt das Kraftwerk im niedersächsischen Huntorf seit 1978 und sah Ende 1990er Jahre von Stillegungsplänen ab, weil der Bedarf für diese Technik gegeben war. Das derzeit zweite Kraftwerk steht in McIntosh in den USA.

    Mindestens ein Nachfolger ist schon in Planung: Der ebenfalls deutsche Energieversorger EnBW arbeitet derzeit an einem weiteren Kraftwerk, das 2011 ans Netz gehen soll. Und betrachtet sich damit gar als Vordenker in der Energiebranche. Man darf ihm gute Gründe unterstellen, wenn er in diese Technik investiert.
  • Doch teurer

    10.03.2008, Stefan Starke, Friedrichshafen
    Ein hoch interesssanter und motivierender Artikel.
    Leider hat er eine Schwäche: Er unterscheidet beim Strom nicht zwischen Erzeugungs- und Endkundenpreisen.
    Die Erzeugung aus konventionellen Quellen kostet in der USA rund 5 US-Cent, derzeit etwa 3,3 Euro-Cent. Der amerikanische Verbraucher wird für seinen Strom deutlich mehr zahlen.

    Genauso in Deutschland. Gregor Czisch spricht von 4,65 Euro-Cent für die Erzeugung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2020. Das liegt unter den fünf bis sechs Cent , die zur Zeit an der Leipziger Börse gehandelt werden. Siehe unter www.eex.com.

    Zum Erzeugerpreis kommen Gebühren für die Netznutzung und Konzessionen hinzu und 2,05 Cent Stromsteuer. Am Ende steht der durchschnittliche Nettopreis von 15,36 Cent, den private Endkunden im Jahr 2006 gezahlt haben.

    P.S. Ich bin Mitarbeiter eines Stadtwerks
  • Leben ist Mathematik

    10.03.2008, Walburga Posch, Falkenweg 16, 58332 Schwelm
    Man kann das Leben deshalb so gut mit Mathematik begreifen, weil Leben nur in Folge existierender Mathematik stattfinden kann.
    Mathematik und Zahlen sind nicht vom Menschen erfunden, sondern gefunden worden.
    Zahlen und die Mathematik sind ewig existent, und deshalb leisten sie uns auch beim Begreifen der Welt so gute Dienste.
    siehe: www.zahlengefluester.de
  • Kernenergie ist schlecht?

    08.03.2008, Jonas Reuter, Bonn
    Kernenergie ist schlecht. Kernkraftwerke sind gefährlich. Deshalb müssen sie abgestellt werden. Das zumindest verbreiten einige Politiker. Doch ist das sinnvoll? Was passiert wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet werden?
    Das Ziel Deutschlands ist erklärtermaßen, den Kohlenstoffdioxidausstoß zu verringern. Dazu soll bis zum Jahr 2020 der Anteil der Alternativen Energieformen am Energiemix auf bis zu 30% erhöht werden. Ein wünschenswertes Ziel.
    Aber in der gleichen Zeit soll der Atomaustieg vollzogen werden. Deutschland hat einen Anteil von 28% Atomenergie am gesamten Energiemix. Das heißt, wenn wir aus der Atomenergie aussteigen und die Alternativen Energien ausbauen, ändert sich nichts am Anteil von Kohle- und Erdöl am Energiemix und der CO2 Ausstoß wird nur minimal verringert. Das ist auch gefährlich. Sogar sehr sicher, denn es treibt den Klimawandel an.
    Was also getan werden soll, ist eine mögliche Gefahr (Atomkraftwerke) gegen eine sichere Gefahr (Klimawandel) einzutauschen. Kein guter Tausch. Vor allem, da die Ängste vor Atomkraftwerken größtenteils durch den Gau von Tschernobyl getragen werden. Jedoch hätte dieser Gau verhindert werden können, wenn alle Sicherheitstests vor der Inbetriebnahme des Reaktors durchgeführt worden wären. Zudem wird dieser relativ unsichere Reaktortyp nicht mehr gebaut, womit die Risiken doch stark dezimiert wären.
    Außerdem bleibt der Risikofaktor eines Unfalls in einem Kohlekraftwerk. Beispielweise wenn es einen Brand gäbe und das Kraftwerk explodieren würde. Dann würde überall Kohlestaub verteilt werden und somit lägen die Feinstaubwerte sicher so hoch wie in Discotheken oder Bars.
    Antwort der Redaktion:
    Mehr zu Ihrer Einschätzung werden Sie in der April-Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft lesen können. Dort wird der Mainzer Physikprofessor Konrad Kleinknecht über die "Energieversorgung in Zeiten des Klimawandels" schreiben.

  • Zu Energiespareffekt bei Energiesparlampen

    08.03.2008, Jonas Reuter, Bonn
    Zwar haben Energiesparlampen in Produktion und Entsorgung einen höheren Stromverbrauch als Dr. Wolfgang Priebsch schrieb, jedoch haben sie auch eine wesentlich längere Lebensdauer (ca. 10-mal so lange), was diesen Mehrverbrauch schon zu einem Großteil wieder relativiert und sogar die Anschaffungskosten für den Verbraucher wieder senkt.
    Die giftigen Substanzen in Energiesparlampen sind jedoch ein wichter Punkt, die zu einem sorgfälltigen Umgang mit Energiesparlampen verpflichten.
  • Revolutionär, wenn auf Menschen übertragbar!

    08.03.2008, Burkhard Hatwich-Schreiber, Lübeck
    Wenn sich herausstellen sollte, dass dieser Erklärungsansatz auch auf den Menschen übertragbar ist, dann erklärte sich mir die Erfolgsarmut so vieler Bekämpfungsansätze, bei denen auf Änderung von Bedingungen im gesellschaftlichen bzw. politischen Um- und Vorfeld gesetzt wird. Würde nämlich der "Appetit" im Belohnungszentrum eines Menschen erst einmal "geweckt", so liefe solch eine Gewaltspirale sich selbst erhaltend (und steigernd) von alleine und aus sich selbst heraus motiviert weiter.

    Erfolgversprechende Modelle für Gegenmaßnahmen dürften dann eher im Bereich der Drogentherapien zu suchen sein, und dort ist die Erfolgsquote leider beängstigend gering!

  • Hohlwelt gleich Müllwelt ?

    07.03.2008, D.Heuel, Oermingen (F - Bas-Rhin)
    Die Hohlwelttheorie fasziniert offenbar immer noch etliche Fantasten und wenige Fachleute. Trotz Hubble-Weltraum-Observatorium.
    Ich möchte nur einen Randaspekt erwähnen: Wenn alle Emissionen aus bzw. auf dem Erdkörper (Vulkanasche, Verbrennungsrauch und -gase, Industrie- und Verkehrsabgase usw.)
    sich in einer Hohlkugel ansammeln würden, wäre inzwischen die ganze Hohlkugel "vernebelt". Auch ist ziemlich unklar, wie sich die Hohlweltphysik die Schwerkraft-Wirkung vorstellt. Wird diese durch die Rotation der gesamten Hohlkugel als eine Art Zentrifugalwirkung erzeugt ?Und warum sollten die genannten Emissionen dann in die Atmosphäre bzw. Stratosphäre hochsteigen? Logischerweise müssten sie sich an der Erdoberfläche ansammeln.
  • Energiespareffekt bei Energiesparlampen

    07.03.2008, Dr. Wolfgang Priebsch, Kiel
    Wenn schon der Autor bei der Vorstellung der Energiesparlampen auf den im Betrieb geringeren Stromverbrauch gegenüber Glühlampen hinweist, so wäre es sinnvoll gewesen, auch auf den sehr viel höheren Energieverbrauch bei Herstellung und Entsorgung derselben einzugehen. Der vermeintliche Klimaschutz- und Energiespareffekt fällt dann, wenn man nicht nur auf den Stromzähler des Anwenders schaut, sehr viel geringer aus.
  • Was Heizungs- und Klimatechniker unter Behaglichkeit verstehen

    06.03.2008, Prof. Dr.-Ing. Klaus Fitzner, Berlin
    Der Vorschlag, Behaglichkeit mit Heizkostenverteilern zu messen, scheint mir doch ein bisschen abwegig.
    Es mag zwar dem einen oder anderen Mehrfamilienhausbewohner behaglicher sein, wenn er weiß, dass seine Heizungskosten einigermaßen gerecht verteilt und berechnet werden, und dabei helfen Heizkostenverteiler. Aber was man bei den Heizungs- und Klimatechnikern unter Behaglichkeit versteht, kann man damit überhaupt nicht messen.

    Die sogenannte thermische Behaglichkeit empfindet ein Mensch, wenn er mit seiner Umgebung im thermischen Gleichgewicht ist, wenn er seine Umgebung nicht wärmer und nicht kälter, nicht trockener und nicht feuchter haben will und wenn er keinen Zug empfindet. Das ist der Fall, wenn er die Wärme, die durch seinen metabolischen Stoffumsatz freigesetzt wird, ohne besondere Anstrengung an die Umgebung abgeben kann. Bei geringer körperlicher Aktivität und Bekleidung, die man in Innenräumen trägt, ist das ungefähr eine Leistung von je 40 W durch Strahlung, Verdunstung und Konvektion. Das gelingt am besten, wenn die Lufttemperatur und die Temperatur der umgebenden Wände im Bereich von 22 bis 25 °C liegen, wenn sich die relative Feuchtigkeit zwischen 35 und 60% bewegt und wenn die Luftgeschwindigkeit 15 cm/s nicht überschreitet. Das alles muss man einzeln oder mit Summenmessgeräten messen, um etwas über die Behaglichkeit aussagen zu können.

    Es gibt noch weitere Parameter, auf die ich hier nicht im Detail eingehen will. Das sind z. B. der Turbulenzgrad der Raumströmung, Die Asymmetrie der thermischen Strahlung im Raum. Weiterhin ist die so definierte thermische Behaglichkeit natürlich nur ein Versuch, die wesentlichen statischen Parameter einzugrenzen. Eigentlich müssten auch dynamische Vorgänge berücksichtigt werden, von psychischen Einflüssen ganz zu schweigen. Etwas mehr darüber kann man lesen in Rietschel: Raumklimatechnik, Band 1.
    Grundlagen, Springer Verlag 1994.
  • Fast schon billig

    05.03.2008, Roland Schnack, Stuttgart
    Zwar hört sich 420 Milliarden Dollar erst mal viel an, aber über einen Zeitraum von 40 Jahren sind das gerade mal 10,5 Mrd. jährlich und ich frage mich warum die USA nicht schon längst bei der Realisierung sind.

    Vergleicht man diese Summe einmal mit den Aufwendungen, die West-Deutschland für das gescheiterte Projekt DDR bislang bezahlt hat, und das es jährlich immer noch mit 65 Milliarden Euro (!) - wer weiß wie lange noch - fortsetzt, ist das ein geradezu lächerlicher Betrag. In nicht einmal 4,5 Jahren haben wir diese gesamte Summe schon berappt. D.h. diesen großen Masterplan der USA haben wir schon drei mal bezahlt! Das kann für die USA doch wirklich kein Problem sein.

    In welchem "Masterplan" unser Geld besser angelegt worden wäre, überlasse ich dem geneigten Leser.
  • Rettungsversuch einer nicht überprüfbaren und haltbaren Theorie

    05.03.2008, Raimund Leistenschneider, 71069 Sindelfingen
    Der Artikel spiegelt die Schwere, für uns hochkomplexe Dinge anschaulich und gleichzeitig wahrheitsgemäß wiederzuspiegeln, bzw. diese zu erfassen. Zur Erklärung der Inflationsphase wird der Vergleich mit einer Achterbahn angestellt, die zuerst langsam eine Steigung erklimmt um anschließend mit atemberaubender Geschwindigkeit abwärts zu fallen. Wo aber ist in einem unbestimmten (ohne festen Bezugspunkt) Universum oben und unten. Die Begriffe und deren Inhalt gibt es im Universum nicht – es entzieht sich unseren (Werte-) Regeln.

    Es ist nicht verwunderlich, dass eine Theorie wie die Stringtheorie, die Basisrealitäten außer Acht lässt, in Schwierigkeiten gerät, wie dies die Autoren auf Seite 28 umschreiben. Da hilft auch nicht der Versuch, sich an die Brücke zwischen Kosmologie und Elementarteilchenphysik anzuhängen (S. 29). Beides sind weitgehend überprüfbare Zweige der Physik (wenn auch zuweilen die geeigneten Messgeräte wie Teilchenbeschleuniger sehr hoher Energie noch nicht vorhanden sind), in denen sich Theorien bestätigen oder widerlegen lassen, was in der Stringtheorie nicht der Fall ist!

    Nach den Postulaten der Stringtheorie ist das Graviton ein Teilchen mit geschlossenem String, welches sich dadurch frei in den 9 Dimensionen bewegen kann. Wäre dem so, bzw. gäbe es diese Dimensionen, müsste es auch im für uns sichtbaren Universum zu Gravitationsansammlungen kommen, die durch die gültigen physikalischen Theorien und Gesetze nicht erklärbar sind, da die D-Branen in ihrer relativen Nähe nicht konstant sind, sondern zueinander variieren (die Autoren geben dies durch ihren Vergleich des Skalarfeldes von München und Toronto an, S. 32), wodurch es zur Kumulation bzw. Abschwächung von Gravitation kommt, da die Gravitonen an den Näherungs-, bzw. Durchdringungspunkten (Flächen) verdichtet vorliegen müssten. Es gibt z.B. in unserer Milchstraße zwar Raumbereiche verstärkter Gravitation, diese werden allerdings mit dem Vorhandensein der dunklen Materie erklärt, was jüngste Forschungsergebnisse auch bestätigten.

    Weiter sagt die Stringtheorie, dass Dreibranen, die parallel übereinander liegen und ihrerseits durch Strings miteinander verbunden sind, von Bewohnern einer Dreibran als punktförmige Elementarteilchen beobachtbar seien, die sich wie Elementarteilchen verhielten, also z.B. ein Elektron die Stringverbindung zweier Dreibranen sei.

    Dies mag in einer statisch betrachten Welt theoretisch stimmen, nicht aber in der realen dynamischen Welt der Elementarteilchen. Bekanntermaßen befinden sich Elektronen in Hantel- bzw. kreisartigen Orbits mit hoher Bewegungsgeschwindigkeit. Wären diese die Stringenden, müsste sich deren Bewegung und Dynamik über der Zeit ändern (weil die Strings fixiert sind – sie kleben an den Branen). Die Atome sind aber stabil und werden nicht über „verknäulte“ Stringverbindungen mit der Zeit beeinflusst oder gar auseinander gerissen.

    Die eingangs erwähnte Inflationsphase lässt sich sehr gut aus der Loop-Quantengravitation herleiten. Nach dieser besteht die Quantenraumzeit aus sog. Spin-Schäumen und der Raum aus Volumeneinheiten mit der Planckgröße (10-99cm3). Ist dem so, hat jedes Raumvolumen eine von unendlich verschiedene Energiekapazität, d.h. jedes kleinste Raumvolumen kann nicht beliebig viel Energie aufnehmen – sie ist begrenzt und ihr Wert ist überall gleich. Im Urknall bzw. kurz danach wurde eine derartige Energiedichte frei gesetzt, die der Raum nicht aufnehmen konnte.

    Da die Energie nicht selbständig zurückfließen kann (Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik, Entropie), bleibt ihr nach Erreichen der Sättigungsgrenze des Raumvolumens kein anderer Ausweg, als aus dem Raumvolumen mit enormer Geschwindigkeit wieder herauszufließen. Das Raumvolumen wirkt als Beschleuniger und zwar so lange, bis die aus dem Urknall entstandene nachfließende Energie pro Quantzeit größer als die Raumsättigung pro Quantzeit ist, wodurch die notwendigen Eigenschaften der Inflationsphase – große positive potentielle Energie des Feldes und vor allem die Konstanz – erfüllt sind. Das Raumvolumen, in das die enorme Energiemenge hineingepumpt wird, wirkt dabei nicht nur als Beschleuniger, sondern der Raum wird durch den erfolgten Impuls auch „aufgebläht“, weil er seiner Sättigung entgegen wirken muss.

    Die Raumexpansion ist somit auf Basis der Loop-Quantengravitation in der Inflationsphase entstanden und wirkt seit daher fort.
  • Die beste Idee, die wir je aus den USA gehört haben

    03.03.2008, Dr. Michael Jutzler
    Seit den 80er Jahren stellen sich gerade die "Grünen" vor, die unvorstellbaren, "brachliegenden" Solarenergiereserven der riesigen Sahara solar zu nutzen!
    Aber was machen Staaten wie Ägypten und Iran: Setzten doch tatsächlich auf Kerntechnik!
    Beim Iran wissen wir, wieso...
    Mit den Möglichkeiten der Sahara könnten man 2 Europas versorgen.
    Noch eine solar-thermische Variante wurde vergessen: es gibt auch noch die "Aufwindkraftwerke, wo unter einer sich nach oben verengenden Haube eine schwarze Fläche solar aufgeheizt wird und davon Heißluft kaminartig aufsteigt. Am oberen Ende dann die Turbine.
    Wie sagten schon die Grünen: der einzige Fusionreaktor, mit dem wir leben können (und wollen), ist 150 Mio km weit weg ...
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