Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Contra Reduktionismus

    25.11.2016, T.T.
    Naturwissenschaftler machen ihre Arbeit gut. Gar keine Frage. Das Problem ist lediglich, dass eben der Gegenstand der Naturwissenschaft nur das naturwissenschaftlich erkennbare ist, und nicht die ganze Realität. Ihr übergeordnet ist das, was man mit Seele, Geist oder auch Leben benennen kann.
    Dieses ist der eigentliche Motor der Evolution und damit werden auch die sogenannten "Zufälle" überflüssig.
    Freilich kennt unsere Welt noch keine Wissenschaft, die das Nichtmaterielle erforscht. Deshalb können nur philosophische Antworten gegeben werden.
    Eine sehr gute Antwort auf die Evolutionsproblematik bietet der Beitrag "Vom Sinn des Kosmos" : http://geheimnisdesmenschen.blogspot.de/search/label/Vom%20Sinn%20des%20Kosmos
  • Es ist wirklich erschreckend!

    25.11.2016, Valentin
    Ein schleichender Prozess den keiner wahrnimmt! Genau zu dieser Thematik hatte ich vor kurzem ein kleines Video gemacht, weil es mich einfach unglaublich traurig macht was hier vor sich geht. Hier geht es speziell um das Sterben der Schmetterlinge:

    https://www.youtube.com/watch?v=Ici1MX30kjU
  • Wissenschaft bleibt emotionslos, Kreationismus erfüllt mit Inbrunst.

    25.11.2016, Holger Gerlach
    Für Menschen, die in einem Glauben sozialisiert wurden, der eine göttliche Schöpfungsgeschichte beinhaltet, wird es immer eine große Herausforderung sein, sich später in ihrem Denken davon zu emanzipieren. "Die Wissenschaft hat Beweise ohne Sicherheit, der Kreationismus hat Sicherheit ohne Beweise" sagte Ashley Montagu. Und Sicherheit dürfte emotional stets höher bewertet werden als das rationale Nachvollziehen wissenschaftlicher Erkenntnisse. Das gläubige Sehnen nach kreationistischen Denkfiguren wird daher weiter anhalten. Und in einer Zeit, in der menschliche Bedürfnisse nach Spiritualität und Sicherheit zunehmen, werden Ideen wie intelligentes Design daher auch weiter an Attraktivität gewinnen. Leider.
  • Bleiproblematik erscheint künstlich

    25.11.2016, DK
    Bezüglich der Bleiproblematik wäre ein Abgleich der Zulassungsvorschriften mit dem Bauwesen sinnvoll. Denn warum sollen die wenigen Gramm Blei, die in Perowskit-Zellen gebunden sind, ein Problem sein, während in der Dachdeckung die kiloweise Verwendung von Walzblei zum Eindecken oder Abdichten zugelassen ist? - Das Kuppeldach des Aachener Doms ist ganz frisch (2016) komplett mit Blei neu eingedeckt worden...
  • Glauben und Wissen

    24.11.2016, Dr.Werner Thurner
    Stefan Bittner:
    "Die Evolution ist eine Interpretation, die Schöpfung eine alternative."

    Falsch, die Evolutions Theorie ist keine Interpretation sondern eine wissenschaftliche Theorie, die so lange gilt, bis sie im wissenschaftlichen Sinne falsifiziert oder verändert werden muss.
    Kreationismus Glaube, bzw. Schöpfungs Glaube ist k e i n e wissenschaftliche Theorie sondern eben ein Glaube.
  • Es gibt Leute, die gibts net!

    24.11.2016, Straub
    Die karren einen alten Fernseher in den Wald, statt ihn einfach im Wertstoffhof abzuliefern, die schmeißen Plastiktüten in den Fluß oder ins Meer, statt in die Plastiktonne.
    An solchen Deppen geht die Umwelt zugrunde!
  • Die letzte Jagd auf Urwaldindianer, Yanomami- Indianer

    24.11.2016, Krimm
    Ich darf kurz einen Hinweis machen: Rüdiger Nehberg, der Überlebenskünstler, erklärte diese Notlage schon seit Jahren in seinen Vorträgen und literarischen Beiträgen (z.B.:" Die letzte Jagd", Im Spiegel der Zeit, Verlag Das Beste, 1995) : nämlich Bestechlichkeit der halbherzig verteidigenden Regierungen mittels Goldmafien usw. usw. --Nehberg war ein Vertrauter und Indianer- Verteidiger , half auch medizin. bei Krankheiten, angeh.Vergiftungen und war Vermittler mit Behörden usw., alles offensichtlich vergeblich bis heute ... von einem Runddorf und Gemüseversorgung las man nichts (eher von Jagdt). ---Pardon: hoffentlich ist es keine Verwechslung mit einem anderem Stamm oder einem zweiten ähnlichen oder neuen? Das würde (mich, als Naturschützer usw.) bitte interessieren. Danke!
  • Unintelligent Doubting?

    24.11.2016, Ehrmann
    "Intelligent Design? [...]"

    Na in diesem Kommentar haben wir doch schon das perfekte Beispiel für die rhetorischen Tricks der Kreationisten - "Doch den europäischen Journalisten waren die Tricks der amerikanischen Kreationisten noch nicht bekannt, und sie verfielen zu häufig in Standardaussagen über eine ausgewogene Sicht der Dinge und den Versuch, alles von zwei Seiten zu betrachten."

    Selbst ethische Verfehlungen der Vergangenheit stellen die aus wissenschaftlicher Sicht offensichtlichen Pozesse der Evolution nicht in Frage! Die in diesem Kommentar aufgeworfenen Fragen sind philosophischer Natur und damit in keinster Weise mit wissenschaftlichen Abläufen zu verwechseln! Die (teils) persönlichen Antworten, die auf philosophische Fragen gefunden werden können, werden hier als indirekter Strohmann angeführt, der suggerieren soll, dass wissenschaftliche Erkenntnisse von der persönlichen Meinung eines Individuums abhängen. Da man als Leser solcher Kommentare oder Beiträge in Zeitschriften natürlich sich selbst in der Rolle des Fragenstellenden sieht, scheint die Einnahme einer intuitiven (heißt: nicht wissenschaftlichen) Sichtweise wahrscheinlich, insbesondere dann, wenn man nicht selbst täglich dem wissenschaftlichen Prozess unterworfen ist. Also, Vorsicht beim Verallgmeinern!
  • Salzkristalle

    24.11.2016, Karl Bednarik
    Wie verhindert man, dass sich im Zellstoff unter dem Graphenoxid durch die Verdunstung Salzkristalle bilden, die im Laufe der Zeit alle Poren verstopfen?

    Zum Auffangen des Kondensats eine einfache Zeichnung mit zwei Varianten:
    http://members.chello.at/karl.bednarik/ENTSALZ1.PNG
    Antwort der Redaktion:

    Die Forscher schreiben dazu: "Obwohl sich ein wenig Salz auf der Oberfläche des Graphenoxidfilms niederschlägt (das leicht mit Salzwasser abgewaschen werden kann), gab es keine offensichtliche Veränderung in der Morphologie des Graphenoxidfilms nach 10 Zyklen..." Das klingt nicht danach, als wäre das Problem groß, aber echte Langzeittests haben die Forscher laut ihrer Veröffentlichung nicht gemacht.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Nicht alle Fragensteller über einen Kamm scheren

    24.11.2016, L.Schaber
    Es macht keinen Sinn, alle (von was auch immer motivierten) Skeptiker über einen Kamm zu scheren. Denn es ist schon ein Unterschied, ob jemand in durchaus wissenschaftlicher Weise Überlegungen (Hypothesen/SpekulationenTheorien) darüber anstellt, ob (zum Beispiel) "der Evolution" nicht doch irgeneine Art von Gerichtetheit innewohnen könnte, oder ob ein alter Mann mit Bart, von dem man nicht wissen will, wo er herkam, vor einigen tausend Jahren in seinem Sandkasten die Welt erschaffen hat.

    Auch ich bin ein Anhänger der Religion des fliegenden Spaghettimonsters. Aber nur, weil ich weiß, wer sie erfunden hat. Man sollte sich das mit den (eventuellen!) "Erst- Verursachern" aber auch nicht zu (polemisch) einfach machen.
  • Quatsch

    24.11.2016, Fritz Kronberg
    Wenn eine Lüge als Nachricht verkauft wird, ist das ein Problem, unabhängig davon, ob es Leute gibt, die diese Lüge als wahr lesen wollen. Deshalb ist es gut, wenn Facebook etwas (hoffentlich wirksames) dagegen unternimmt. Blödsinnig ist es, das wegen eines unterstellten Bedüfnisses laufen zu lassen; insofern ist der obige Artikel eben Quatsch. Allerdings muß ich sagen, daß Leute, die Facebook für eine seriöse Nachrichtenquelle halten selbst schuld sind, wenn sie veralbert werden.
  • Behauptung ohne Nachweis im Artikel

    24.11.2016, Martin Tlustos
    Es wäre gut, wenn die Behauptung, Kreationisten hätten im Darwin-Jahr mehr finanzielle Mittel zur Verfügung als die Evolutionswissenschaft, durch einen konkreten Nachweis erhärtet würde - sonst macht sich dieser Artikel genau dessen schuldig, was er den Kreationisten vorwirft: Halbwahrheiten, unbewiesene demagogische Aussagen etc.
  • Gott ist keine wissenschaftliche Theorie

    24.11.2016, Ricarda Dormeyer
    Mich verblüfft immer, dass Leute eine erstaunliche Tatsache (Ordnung aus Unordnung, oder auch: ein Universum aus dem Nichts) mit einer noch viel erstaunlicheren Annahme (ein unsterbliches, allmächtiges, intelligentes Wesen aus dem, naja, Nichts) "erklären" und dann glauben, das wäre eine Theorie.

    Mit dieser Vorgehensweise kann jeder, der ein bisschen Fantasie hat, jeden Tag sechs neue "Theorien" vor dem Frühstück aufstellen. Das Problem mit solchen Theorien ist, dass sie nicht weiterführen. Wenn man auf jede Frage der Form "Warum ist dieses Phänomen so, wie es ist?" sofort die Antwort "weil Gott es so gebaut hat" geben kann (und Gottes Wege sind ja bekanntlich unerforschlich), ist das das Ende der Wissenschaft. Deshalb ist Kreationismus eine ganz, ganz schlechte Idee, auch für Christen.

    Eine traurige Nebenwirkung des sich ausbreitenden Kreationismus ist, dass es inzwischen Menschen gibt, die Christentum und Kreationismus gleichsetzen und alle Christen misstrauisch anschauen. Ich selbst bin Atheistin, aber so etwas tut mir trotzdem weh. Das hat das Christentum nicht verdient.

    @11/Achim Albrecht: Der Artikel sagt ja gerade, dass nicht alle Kreationisten dumm oder ungebildet sind. Gefährlich dagegen sind sie schon, weil ihre Art zu denken wissenschaftlichen Fortschritt hemmt.

    @9/Stefan Bittner: Nicht jeder interpretiert wissenschaftliche Fakten mit seinem persönlichen Glauben. Es gibt auch Leute, die ihren Glauben aufgrund der Fakten, die sie kennenlernen, ändern. Wenn Sie Herrn Sauer nicht persönlich kennen, wissen Sie nicht, zu welcher Gruppe er gehört. Deshalb ist "Das machen Sie" unhöflich.
  • Phagentherapie

    24.11.2016, claude pauly
    Es ist unverständlich, warum im Zusammenhang mit schwer zu bekämpfenden Infektionen und Erregern die Phagentherapie im Westen so gut wie völlig ignoriert wird.
    https://www.youtube.com/watch?v=0wlsJEM3ls0
  • Wer ist das Subjekt?

    24.11.2016, Martin Schade
    Die Frage ist m.E., was jemanden zu einem Schöpfer macht bzw. wer als "Erbauer" oder "Eigentümer" genannt wede sollte, oder simpel formuliert. hat jemand einen Schnupfen oder hat der Schnupfen ihn? Wenn auf dem letzten Spektrum-Heft von "Hitlers Atombombe" geschrieben wird, so steht die Frage was den Reichskanzler zu dem Eigentümer dieser Waffe - wenn es sie denn gegeben hätte - gemacht hat, oder was denn überhaupt die Aussage rechtfertigt jemand hätte etwas getan und wann man die Urheberschaft einem seiner "Knechte" zuordnen soll. Und warum bitte läßt sich der Eigentümer eines Unternehmens auf die Notwendigkeit für seine Mitarbeiter Arbeit zu beschaffen ein und nimmt dafür die Notwendigket der Präsentation der Ergebnisse dieser (seiner) Truppe auf sich? Wenn das klar wäre, dann würde sich das Problem "Kreationismus" verflüchtigen.
    Grüße, Martin Schade