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Lexikon der Biologie

Erstbesiedlung

Erstbesiedlung, Eroberung von neu entstandenen, noch unbelebten Lebensräumen (z.B. Vulkanrohböden [Krakatau], neu entstandenen Inseln [Surtsey], Stauseen oder Felsabbrüchen nach Bergstürzen) durch (meist Niedere) Organismen, die durch Wind, Wasserströmung (Drift, Verdriftung), mit fliegenden Tieren oder durch Eigenflug diesen neuen Lebensraum erreichen und sich dort ansiedeln. Zu den Erstbesiedlern gehören vor allem Bakterien (Cyanobakterien), Algen (Grünalgen, Kieselalgen) und tierische Kleinorganismen (vorwiegend Einzellerv und Rädertiere) sowie Moose und Flechten und Höhere Pionierpflanzen. Die zu Beginn dieser sog. primären Sukzession entstehenden Lebensgemeinschaften sind durch Zufallsereignisse bestimmt, wenig stabil, und die Populationen der einzelnen Arten sind starken Schwankungen unterworfen. Inselbesiedlung, Inselbiogeographie, Kolonisierung..

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