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Lexikon der Biologie

Plasmocytom

Plasmocytom s [von *plasmo- , griech. kytos = Höhlung], Plasmacytom, Myelom, Kahler-Krankheit, neoplastische Entartung von Antikörper produzierenden Plasmazellen. Die Ursache für die Entartung liegt häufig in einer Aktivierung von Protoonkogenen (Onkogene) durch genetische Translokationen, an denen die Immunglobulin-Gene beteiligt sind. Die dabei entstehenden, stark proliferierenden Zellen lassen sich häufig auf eine einzelne Zelle (Klon) zurückführen. Die von den Zellen gebildeten Antikörper (Myelomproteine) weisen daher meist eine uniforme Spezifität auf. Klinisch äußert sich ein Plasmocytom in der Regel als multiples Myelom, das an verschiedenen Stellen des Knochenmarks lokalisiert ist, sowie durch verschiedene Ausprägungen einer Gammopathie bzw. Makroglobulinämie.

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