Immunantwort, umfaßt die Aktivierung der dem Körper zur Verfügung stehenden Effektormechanismen nach Kontakt mit einem Antigen. Man unterscheidet zwischen einer unspezifischen und einer spezifischen Komponente der Immunantwort. Die angeborene Immunantwort (unspezifisch; angeborene Immunität) beruht auf Mechanismen, die von Geburt an vorhanden sind, wie anatomische und physiologische Barrieren sowie phagocytotische und inflammatorische Mechanismen. Die spezifische Komponente der Immunantwort zeichnet sich durch Spezifität (für ein bestimmtes Antigen), Diversität (Erkennung von Milliarden verschiedener Strukturen), das immunologische Gedächtnis und die Fähigkeit zur Selbst/Fremd-Erkennung aus. Je nach Antigen kann sich eine humorale adaptive Immunantwort (bei extrazellulären Antigenen; humorale Immunität) oder eine zellvermittelte Immunantwort (bei intrazellulären Antigenen, z.B. Viren; zellvermittelte Immunität) ausprägen. Zeitlich geht die angeborene Immunantwort der adaptiven (adaptive Immunität) voraus. Des weiteren kann man zwischen einer primären Immunantwort (Erstkontakt) und einer sekundären Immunantwort (wiederholter Kontakt mit einem spezifischen Antigen) unterscheiden. Aufgrund des immunologischen Gedächtnisses tritt die adaptive Immunantwort bei einer Sekundärantwort sehr viel schneller und effizienter (Affinitätsreifung) ein. Auf der Existenz des immunologischen Gedächtnisses beruhen alle prophylaktischen Immunisierungsvorgänge (aktive Immunisierung, Immunisierung). HAMA-Antwort, Immunerkennung, Immunglobuline, Immunität, Insektenimmunologie, T-B-Lymphocyt-Kollaboration.