Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Künstliche Intelligenz: 3-D-Brille für den Computer

Katzen in Bildern erkennen – das meistern selbstständig lernende Algorithmen schon lange. Doch wie sieht es mit komplizierteren Objekten aus, etwa Proteinen? Indem Informatiker Methoden aus der Physik nutzen, statten sie Computer mit räumlicher Wahrnehmung aus, so dass diese nun sogar in gekrümmten und mehrdimensionalen Strukturen komplexe Muster erfassen können.
Künstliche Intelligenz (Symbolbild)

In den letzten Jahren machten Informatiker im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) bedeutende Fortschritte. Die Maschinen können inzwischen autofahren, sie schlagen menschliche Weltmeister bei Brettspielen wie Schach oder Go und verfassen sogar Prosatexte. Die meisten derartigen Errungenschaften beruhen auf leistungsfähigen neuronalen Netzen, deren Aufbau dem visuellen Kortex von Säugetieren nachempfunden ist. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem so genannte neuronale Faltungsnetzwerke (Englisch: convolutional neural networks, CNNs), die erstaunlich geschickt darin sind, Muster in zweidimensionalen Daten zu erkennen – insbesondere wenn es darum geht, handgeschriebene Wörter zu entziffern oder Objekte in digitalen Bildern zu verarbeiten.

Ganz anders verhält es sich dagegen, wenn man solche lernfähigen Algorithmen auf Datensätze loslässt, die keiner ebenen Geometrie entspringen. Möchte man beispielsweise unregelmäßige Formen untersuchen, wie man sie in dreidimensionalen Computeranimationen verwendet, oder die von selbstfahrenden Autos erzeugten Datenmengen verarbeiten, durch die die Fahrzeuge ihre Umgebung abbilden, stoßen neuronale Faltungsnetzwerke an ihre Grenzen …

Kennen Sie schon …

Spektrum der Wissenschaft – Wird KI uns überflügeln?

Künstliche Intelligenz ist bereits in vielen Bereichen im Einsatz und kann dabei viel Gutes bewirken. Ihre rasante Entwicklung schürt jedoch auch Ängste. Im Interview erläutert die Sozioinformatikerin Katharina Zweig die Grenzen der Technologie – und erklärt, warum KI den Menschen nicht ersetzt. Mit diesem Beitrag starten wir die Serie »Intelligenz aus zwei Welten«, die sich den facettenreichen Aspekten künstlicher Intelligenz widmet. Darüber hinaus enthält diese Ausgabe Beiträge zu mRNA-basierten Krebsimpfstoffen, die gegenwärtig in die klinische Anwendung kommen, zu Georg Cantors bedeutendstem mathematischen Werk, das sich als Plagiat erwiesen hat, sowie zu den Bemühungen des Artenschutzes um die letzten Orcas der Salish Sea.

Spektrum - Die Woche – DeepSeek erschüttert erneut die KI-Welt

»Die Woche« analysiert, wie das KI‑Modell DeepSeek die globale KI‑Landschaft verändert. Zudem: Warum die körperliche Fitness von Kindern und Jugendlichen seit Corona sinkt, weshalb Alltagsgespräche seltener werden und wie neue Verfahren der Quantenfehlerkorrektur Quantencomputer voranbringen.

Spektrum edition – Künstliche Intelligenz

Sie ist gekommen, um zu bleiben: Künstliche Intelligenz begegnet uns heute als einfaches Werkzeug für kleine Aufgaben bis hin zum teils selbstständig agierenden Partner in Forschung und Alltag. Entsprechend kontrovers ist die Diskussion rund um damit verbundene Chancen und Risiken.

  • Quellen

Bronstein, M. M. et al.:Geometric deep learning: going beyond Euclidean data. IEEE Signal Processing Magazine 34, 2017

Cheng, M. C. N. et al.:Covariance in Physics and Convolutional Neural Networks. ArXiv 1906.02481, 2019

Cohen, T. S. et al.:Gauge Equivariant Convolutional Networks and the Icosahedral CNN. Proceedings of the International Conference on Machine Learning (ICML), 2019

Winkels, M., Cohen, T. S.:3D G-CNNs for Pulmonary Nodule Detection. International conference on Medical Imaging with Deep Learning, 2018

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.