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Kybernetik: Mensch und Technik - Konflikt oder Symbiose?

Die Kybernetik war oft mit militärischen An­wendungen verflochten. Und immer spiegelte sie gesellschaftliche Hoffnungen und Ängste.

Monströse Visionen haben Sciencefiction-Autoren seit den 1970er Jahren entwickelt: Die Kriege der Zukunft würden von Stahlkolossen, Kampfrobotern und Cyborgs geführt. Entweder, so die Prognose, bilde der Mensch in diesen dystopischen Welten eine Einheit mit der Maschine oder die Killerroboter agierten autonom und bedürften des Homo sapiens gar nicht mehr. Läuft die Menschheit am Ende sogar Gefahr, von ihren eigenen Maschinen beherrscht zu werden?

Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Wissenschaft der Kybernetik hat solche Vorstellungen befeuert. Ihr Forschungsgebiet ist die Regelung und Steuerung von Maschinen. Als ihr Gründervater gilt der amerikanische Mathematiker Norbert Wiener (1894 – 1964). Die Disziplin wurzelte ursprünglich in der Suche nach einer effektiveren Luftabwehr gegen deutsche Bomberangriffe. Dazu brauchte es besser koordinierte Abwehrsysteme, um den Luftraum zu kontrol­lieren. Hierfür wurden (und werden) immer leistungs­fähigere Computer und Netzwerke entwickelt. ...

September 2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2016

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