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120-Zell: Das große Bastelprojekt

Das geplante Großprojekt wird wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt.

Bis heute (Montag, 5. 11. 2018) haben sich nur 24 Teilnehmer gemeldet – zu wenig, um die große Bastelarbeit in erträglicher Zeit zu vollbringen.

Die geringe Teilnehmerzahl ist der einzige Grund für die Absage; die Planungen sind abgeschlossen …

Enttäuscht grüßt

Christoph Pöppe

Auch im vierdimensionalen Raum gibt es so etwas wie platonische Körper. Hier soll es um ein besonders prachtvolles Exemplar gehen: das 120-Zell. Es besteht aus 120 (gewöhnlichen, dreidimensionalen) Dodekaedern, die lückenlos aneinandergelegt (drei Stück um jede Kante, vier Stück um jede Ecke) ein begrenztes Volumen im vierdimensionalen Raum einschließen.

Da uns das Vorstellungsvermögen für die vierte Dimension fehlt, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Körper (gedanklich) in unseren dreidimensionalen Raum zu projizieren. Unter den zahlreichen möglichen Projektionsbildern gibt es eines, das besonders überzeugend wirkt: eine Zentralprojektion mit Zentrum über einem Zellenmittelpunkt. Man findet sie gezeichnet in der Literatur und neuerdings auch 3-D-gedruckt im Kleinformat. Nähere Einzelheiten finden sich in dem aktuellen Artikel "Das 120-Zell" in »Spektrum der Wissenschaft«, Ausgabe 10/2018.

Neu an dem aktuellen Projekt ist die schiere Größe. Wir wollen das geometrische Objekt mit einem Durchmesser von mehr als drei Metern herstellen! So werden alle Einzelheiten seiner Struktur auch mit bloßem Auge erkennbar sein.

Einmal fertiggestellt, wäre das große Werk nur noch unter größtem Aufwand transportabel. Deswegen wollen wir es dort fertigen, wo es auch dem Publikum zur Schau gestellt werden wird: in dem von Albrecht Beutelspacher gegründeten und geleiteten Mathematikmuseum zum Mitmachen ("Mathematikum") in Gießen.

Einladung

Basteln Sie mit! Für das große Werk werden viele Hände benötigt. Wir treffen uns

am Samstag, den 17. November 2018, 10 Uhr im Mathematikum, Liebigstraße 8, 35390 Gießen.

Am Vorabend findet ab 19 Uhr im Mathematikum die "Lange Nacht der Wissenschaft" statt – vielleicht ein Anlass, schon am Freitag anzureisen.

Von den 600 Ecken und Kanten des (projizierten) 120-Zells werden die äußersten durch einen dodekaederförmigen Holzrahmen realisiert, der vom Museum vorbereitet wird. Alle anderen werden aus Karton zurechtgeschnitten und -geklebt. Wir werden knapp 500 Blatt DIN A3 verarbeiten. Kommen Sie massenhaft!

Das fertige Werk wird im Museum ausgestellt. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde. Zur Deckung der unmittelbaren Kosten erhebt das Museum einen Teilnehmerbeitrag von 40 Euro. Darin sind Essen und Trinken sowie freier Eintritt ins Museum enthalten.

Einen ersten Eindruck von der Bastelei gibt dieses Video.

Bringen Sie bitte eine Schere, ein Lineal und ein Ritzmesser (Cutter oder Taschenmesser) mit. Das restliche Material wird gestellt.

Die Veranstaltung wird fotografisch dokumentiert. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Abbildungen von Ihnen im inhaltlichen Zusammenhang mit dem Ereignis veröffentlicht werden. Genauer: Es ist ohnehin erlaubt, Sie als nicht besonders hervorgehobenen Teil einer größeren Menge abzubilden und diese Bilder zu veröffentlichen. Wenn Sie nicht allein, als Teil einer kleinen Gruppe oder in irgendeinem Sinn prominent abgelichtet werden wollen, bitten wir Sie, sich eine (bereitgehaltene) farbige Marke neben das Namensschild zu kleben. Wenn Sie nicht mit Namen auf einem Bild erkannt werden wollen, verdecken Sie bitte Ihr Namensschild. Wir werden kein Bild veröffentlichen, das einen Abgebildeten herabsetzt oder lächerlich aussehen lässt.

Die Veranstaltung wird abgesagt, wenn die Mindestteilnehmerzahl von 80 Teilnehmern nicht erreicht wird. In diesem Fall würden wir Sie eine Woche vor dem Termin per E-Mail verständigen.

Melden Sie sich bitte an per E-Mail an 120-zell@mathematikum.de oder per Post an Mathematikum, Liebigstr. 8, 35390 Gießen. Wir benötigen nur Ihren vollen Namen und Ihre E-Mail-Adresse. Um besser planen zu können, wären wir dankbar, wenn Sie auch Alter und Beruf nennen würden. Bitte geben Sie ebenfalls an, ob Sie damit einverstanden sind, dass Ihre Angaben in eine allen Teilnehmern zugängliche Namensliste aufgenommen werden.

Wir wollen nicht, dass Sie sich langweilen, wenn das Objekt sich seiner Vollendung nähert und nur noch für wenige Leute Platz zum Arbeiten bietet. Ein Beiprogramm ist deshalb in der Planung. (Natürlich kann man die Zeit für einen Museumsbesuch nutzen.) Wir werden Sie auf dieser Website auf dem Laufenden halten – schauen Sie bei Gelegenheit hinein!

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