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Hallstatt-Kultur: 7000 Jahre Salz

Nach dem Rückzug der Gletscher vor 10 000 Jahren lockten die salzhaltigen Quellen bei Hallstatt zahlreiche Tiere an. Ihnen folgten Menschen. Wann sie den Salzberg zum ersten Mal aufsuchten, lässt sich nicht feststellen. Die frühesten Hinweise – ein Pickel aus Hirschgeweih und mehrere Steinbeile – sind rund 7000 Jahre alt.
Hallstatt ist heute vielen Menschen ein Begriff: als malerischer, uralter Bergmannsort, als Salzbergwerk, als Teil der atemberaubenden Landschaft des oberösterreichischen Salzkammerguts und als archäologische Fundregion von Weltrang. Seit 7000 Jahren bindet das "weiße Gold" die Menschen an diesen Ort und prägt dessen wechselhafte Geschichte.

In den Berg eindringendes Wasser löst dort Salz und tritt als natürliche Sole an anderer Stelle wieder an die Oberfläche. Diese Salzquellen sind auch für das ungeübte Auge leicht zu erkennen. Die üppige Vegetation, die an Süßwasserquellen zu beobachten ist, fehlt vollständig. Stattdessen finden sich in ihrer direkten Umgebung auf Grund des hohen Salzgehalts im Wasser keine und erst in einiger Entfernung salzresistente Pflanzen. Doch was an Bewuchs fehlt, wird durch die Dichte an Tierspuren wettgemacht. Denn das Wild sucht diese Stellen gerne auf. Und wahrscheinlich haben bereits vor Jahrtausenden salzhaltige Quellen Tiere und in der Folge auch Menschen, die diesen nachstellten, angelockt ...
02/11

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 02/11

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  • Buchauszug
Anton Kern, Lois Lammerhuber u. a.: Hallstatt 7000. Edition Lammerhuber, Baden, Österreich 2010, 450 S., 99,– €