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Atmosphärenforschung: Der Wolkenstaubsauger von Spitzbergen

Warum weichen selbst die besten Klimamodelle immer noch voneinander ab? Die Antwort hofft ein Forscher in der Arktis zu finden: Dort untersucht er Wolken und Feinstaub aus der saubersten Luft der Welt.

Wenn Paul Ziegers Familie von ihm wissen will, warum er in der Arktis Wolken nachjagt, antwortet er: um Klimavorhersagen zu verbessern. Für seine Fachkollegen sind die Ergebnisse des Professors für Atmosphärenphysik von der Universität Stockholm eine kleine Sensation: »Wir haben gemessen, dass Nanopartikel doch zur Wolkenbildung in der Arktis beitragen, und suchen jetzt ihre Quellen.« Das schien erst einmal nicht zu einer bedeutenden Theorie der Wolkenbildung zu passen – und könnte bei der Erklärung helfen, warum die Arktis plötzlich so warm wird.

Lange meinten Fachleute, um Nanopartikel könnten sich keine Wassertröpfchen formen, da dazu nach der so genannten Köhler-Theorie eine extrem hohe und damit unwahrscheinliche Übersättigung der Luft mit Wasserdampf erforderlich ist. Deshalb staunte die internationale Expertengemeinschaft Ende 2018 nicht schlecht, als Ziegers Team nach einer zweijährigen Messung in der Arktis zeigte, dass sogar winzige Partikel von nur 15 bis 20 Nanometer Größe einen wichtigen und regelmäßigen Beitrag zur Wolkenbildung liefern.

Jetzt berichten die Fachleute von weiteren überraschenden Beobachtungen …

Wolkenjäger in der Arktis

Veröffentlicht am: 30.10.2019

Laufzeit: 0:15:31

Sprache: deutsch

Februar 2020

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2020

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  • Quellen

Dahlke, S. und Maturilli, M.: Contribution of atmospheric advection to the amplified winter warming in the Arctic North Atlantic region. Advances in Meteorology 2017, 2017

Karlsson, L. et al.: The annual cycle of Arctic cloud residual size (in review)

Nizzetto, P. B. et al.: Monitoring of environmental contaminants in air and precipitation, annual report 2014. Norwegian Environment Agency, M-368, 2015