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Polarforschung: Gletscherschmelze hebt die Antarktis an

Der westantarktische Eisschild hat in den letzten Jahren zunehmend an Masse verloren. Mancherorts hebt sich das Bodenniveau dadurch rapide – was die Gletscher stabilisieren könnte.
Messstation in der Antarktis

Die Antarktis beherbergt den Großteil der Gletschermassen des Planeten. Klimaforscher befürchten, dass Teile des Eispanzers schmelzen und den Meeresspiegel ansteigen lassen könnten: um bis zu drei Meter im Lauf der nächsten Jahrhunderte. Allerdings ist noch ungewiss, wie sich die Antarktis im Zuge der globalen Erwärmung konkret verändert. Wissenschaftler versuchen daher genauer zu bestimmen, wie viel Eis in jüngster Zeit verschwunden ist und welche Prozesse den Wandel in der südlichen Polarregion antreiben.

Im Prinzip gibt es drei Methoden, mit denen Forscher die Veränderungen der antarktischen Eismasse beobachten: Die Altimetrie basiert auf Höhenmessungen mit Radar- und Lasergeräten an Bord von Satelliten. Bei der Gravimetrie macht man sich die Aufzeichnungen der von 2002 bis 2017 andauernden Satellitenmission GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) zu Nutze. Das Satellitenduo registrierte Veränderungen des Schwerefelds der Erde, die unter anderem von Eisschilden hervorgerufen werden. Und für die Input-Output-Methode kombinieren Forscher Messungen mit Simula­tionen: Satelliten erfassen die Geschwindigkeiten von Gletschern, was es erlaubt, deren Massenverlust zu ermitteln. Den Zugewinn an Eis durch Schneefälle berechnet man anhand von Klimamodellen und zieht dann Bilanz ...

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  • Quellen

Bamber, J. L. et al.: The Land Ice Contribution to Sea Level during the Satellite Era. In: Environmental Research Letters 13, 063008, 2018

Barletta, V. R. et al.: Observed Rapid Bedrock Uplift in Amundsen Sea Embayment Promotes Ice-Shee. In: Science 360, S. 1335–1339, 2018

Kingslake, J. et al.: Extensive Retreat and Re-Advance of the West Antarctic Ice Sheet during the Holocene. In: Nature 558, S. 430–434, 2018

The IMBIE team: Mass Balance of the Antartic Ice Sheet from 1992 to 2017. In: Nature 558, S. 219–222, 2018