Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Selbstkontrolle: Der Siegeszug des Verzichts

Ob Fleisch, Plastik, Flugreisen oder viren­freundliche Partys: Nicht erst seit der Corona-Krise halten wir es für ­moralisch geboten, vielem zu entsagen. Wie kommt es dazu?

Wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommt! Die weltweite Ausbreitung eines neuen Virus zwingt heute Menschen rund um den Globus dazu, voneinander Abstand zu halten. Ausgerechnet das, was wir in Krisenzeiten so dringend brauchen, nämlich soziale Kontakte – ob im Privaten oder am Arbeitsplatz, bei Veranstaltungen oder im Café –, gilt es vorerst strikt zu meiden. Die medizinischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie kann derzeit niemand genau absehen; aber sie dürften gravierend sein. Dabei verschärft die aktu­elle Krise lediglich eine Entwicklung, die sich seit Längerem in den wohlhabenden Industrienationen des Westens beobachten lässt: Ein »Ethos der Entsagung« prägt das Alltagsdenken vieler Menschen ...

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – Die Erkrankung mit den vielen Gesichtern

Depression hat unterschiedliche Gesichter – viele Menschen wirken stark, präsent und voller Energie. Doch manchmal verbirgt sich hinter dem Lächeln ein stiller Schmerz. Außerdem: Warum Jeffrey Epstein den Kontakt zu berühmten Wissenschaftlern suchte.

Spektrum - Die Woche – Die Illusion der Willenskraft

Warum wir nicht an zu wenig Disziplin scheitern und welche Strategien wirklich helfen, Ziele leichter zu verfolgen erfahren Sie in dieser Ausgabe von »Die Woche«. Außerdem: KI-Hype im Kommentar, wie das Muskelgedächtnis funktioniert, wieso das Feuer in Crans-Montana so tödlich war und mehr.

Gehirn&Geist – Verbrechen: Die Psychologie des Bösen

Warum faszinieren wahre Verbrechen? True Crime ist ein Spiegel unserer psychologischen Neugier: Was macht Menschen zu Tätern – und wie gelingt es Ermittlern, die Wahrheit ans Licht zu bringen? In dieser Ausgabe geht es um die Kräfte, die Menschen in den Abgrund treiben oder zurückholen. Wir zeigen, warum Rache selten Frieden bringt, wie gefährliche Häftlinge in Sicherungsverwahrung leben, was das Stockholm-Syndrom über Überlebensstrategien verrät und mehr.

  • Quellen und Literaturtipp

Quellen

Feinberg, M. et al.: Understanding the process of moralization: How eating meat becomes a moral issue. Journal of Personality and Social Psychology 117, 2019

Kopietz, R. et al.: Shared-reality effects on memory: Communicating to fulfill epistemic needs. Social Cognition 28, 2010

Misch, A. et al.: I won’t tell: Young children show loyalty to their group by keeping group secrets. Journal of Experimental Child Psychology 142, 2016

Rosenfeld, D. L. et al.: Mostly vegetarian, but flexible about it: Investigating how meat-reducers express social identity around their diets. Social Psychology and Personality Science 10.1177/1948550619869619, 2019

Verplanken, B., Roy, D.: Empowering interventions to promote sustainable lifestyles: Testing the habit discontinuity hypothesis in a field experiment. Journal of Environmental Psychology 45, 2016

Literaturtipp

Förster, J.: Was das Haben mit dem Sein macht. Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht. Pattloch, 2015.

Der Sozialpsychologe Jens Förster erklärt unter anderem, was hinter dem Trend zur »freiwilligen Einfachheit« steckt.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.