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Klimawandel: Vulkane beschleunig­ten das Ende der letzten Eiszeit

Am Ende der letzten Kaltphase zogen sich Eisschilde und Gletscher weltweit zeitweise im Eiltempo zurück. Dabei könnten Vulkanausbrüche eine wichtige Rolle gespielt haben, wie aktuelle Analysen von Sedimenten und Eisbohrkernen zeigen.
Satellitenaufnahme des Mount Takahe

Seit ungefähr drei Millionen Jahren pendelt das Erd­klima regelmäßig zwischen längeren Glazialen (Eis- oder Kaltzeiten) mit großen Eisschilden an den Polen und kürzeren, wärmeren Interglazialen (Zwischeneiszeiten). Als Ursache für diese Zyklen gelten Oszillationen der Erdbahn, die der serbische Mathematiker Milutin Milanković in den frühen 1920er Jahren berechnet hat: Veränderungen der Umlaufbahn (Exzentrizität) und der Taumelbewegung der Erde (Präzession) sowie der Neigung der Erdachse (Ekliptik) sorgen alle 100 000 Jahre für eine neue Eiszeit, indem sie die Sonneneinstrahlung unseres Planeten modifizieren.

Die Übergänge zwischen Kalt- und Warmzeiten sind den so genannten Milanković-Zyklen zufolge eher gemächlich. Am Ende des letzten Glazials, vor etwa 12 000 bis 18 000 Jahren, schrumpften die mächtigen Eisschilde allerdings zeitweise ungewöhnlich rasch, und Forscher rätselten bislang über die Ursachen. Neueste Studien liefern eine mögliche Erklärung für den rapiden Rückgang: Demnach könnten Vulkanausbrüche das Tauwetter, das eine bis heute anhaltende Warmzeit (Holozän) einleitete, schubweise verstärkt haben …

März 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft März 2018

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  • Quellen

McConnell, J. R. et al.: Synchronous Volcanic Eruptions and Abrupt Climate Change ~17.7 ka plausibly Linked by Stratospheric Ozone Depletion. In: PNAS 114, S. 10035-10040, 2017

Muschitiello, F. et al.: Enhanced Ice Sheet Melting Driven by Volcanic Eruptions during the last Deglaciation. In: Nature Communications 8 10.1038/s41467-017-01273-1, 2017