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Blick in die Forschung - Kurzberichte : Wie ein Jet entspringt

Extragalaktische Jets entstehen in aktiven Galaxienkernen, jedoch sind etliche Details bei diesem Prozess nach wie vor ungeklärt. Beobachtungen des sehr leuchtkräftigen und prominenten Jets der Galaxie Messier 87 weisen auf einen turbulenten Bildungsvorgang hin, was schließlich als Flackern in der Jetbewegung zu sehen ist.
Die elliptische Galaxie Messier 87 ist das dominierende Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens, der rund 2000 Mitglieder hat. Sie enthält eine Billion Sterne, hat in ihrem Zentrum ein extrem massereiches Schwarzes Loch mit sechs Milliarden Sonnenmassen und ist von 15000 Kugelsternhaufen umgeben.

Im Jahr 1918 entdeckte der US-amerikanische Astronom Heber Curtis am Lick Observatory etwas Eigenartiges: "einen bemerkenswert geradlinigen Strahl, der mit dem Galaxienkern verbunden scheint". Was ihn so verblüfft hatte, war der erste jemals beobachtete Jet einer Galaxie – derjenige von Messier 87.

Der Ursprung solcher Jets sind aktive Galaxienkerne, die zu den energiereichsten und leuchtkräftigsten Objekten im Universum zählen. Sie senden ungewöhnlich viel Strahlung nichtstellaren Ursprungs aus. Zu den bekanntesten Beispielen aktiver galaktischer Kerne gehören die Quasare. Sie leuchten im sichtbaren Bereich des Lichts und erscheinen dabei nahezu punktförmig. Ihre Leuchtkraft ist so groß, dass sie den Rest der sie umgebenden Galaxie bei Weitem überstrahlen. Auch alle Radiogalaxien haben aktive Kerne. Gemäß ihrem Namen emittieren sie insbesondere elektromagnetische Wellen im Radiobereich, die jeweils von ihren Jets stammen ...

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  • Literaturhinweis

Britzen, S. et al.: A new View on the M87-Jet Origin: Turbulent Loading Leading to Large-Scale Episodic Wiggling. In: Astronomy and Astrophysics 601 (A52), 2017