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News: NASA plant Weltraumteleskop für Dunkle Energie mit Max-Planck-Know-how

Die amerikanische Weltraumagentur NASA plant einen Satelliten zur Erforschung der "Dunklen Energie", die Astronomen für die erst vor wenigen Jahren entdeckte beschleunigte Expansion des Universums verantwortlich machen. Kernstück des Satelliten ist eine vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching entwickelte neuartige Röntgenkamera in Kombination mit einem Spiegelsystem der Firma Carl Zeiss.

Die gemeinsam mit US-amerikanischen Forschungsinstituten unter Leitung von Richard Griffiths von der Carnegie Mellon University vorgeschlagene Mission "Dark Universe Observatory" (DUO) wurde jetzt mit vier anderen Satelliten-Vorschlägen von der NASA aufgegriffen. In einer fünfmonatigen Studienphase soll nun geprüft werden, wie sich DUO im Jahr 2007 in eine Erdumlaufbahn bringen lässt. Von dort aus soll der Satellit, dessen Mission auf zwei Jahre geplant ist, von mehreren zehntausend Galaxienhaufen Daten sammeln, mit deren Hilfe sich neue kosmologische Modelle prüfen und die Natur der Dunklen Energie erkunden lässt.

Die Entwicklungskosten für den Röntgendetektor könnten dabei vergleichsweise gering ausfallen, denn DUO setzt auf das Konzept eines Detektors, der in Garching ursprünglich für ROSITA, den geplanten Nachfolger der im Jahr 1999 fehlgeschlagenen ABRIXAS-Mission entwickelt wurde. Laut MPE ergibt sich so eine kostengünstige Möglichkeit, diese Technik auch anderweitig zu nutzen und bei der Suche nach der Natur der Dunklen Energie einzusetzen. Aus deutscher Sicht würde sich auf diese Weise ein großer Teil der Investitionen in ABRIXAS wissenschaftlich amortisieren.

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