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News: Treibhausgase jetzt reduzieren

Anläßlich des Klimagipfels in Kyoto übergab am 03. Dezember 1997 der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung „Globale Umweltveränderungen” seine Empfehlungen an Umweltministerin Angela Merkel. Das Sondergutachten fordert eine stufenweise Verminderung der Treibhausgas-Emissionen durch die Industrie- und Schwellenländer.
Im heute veröffentlichten Sondergutachten bekräftigt der Beirat der Bundesregierung (WBGU) seine Forderung nach einer weltweiten Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um ein Prozent jährlich. In Zahlen ausgedrückt sieht das Modell – bezogen auf das Basisjahr 1990 – bis zum Jahr 2005 eine Emissionsminderung um elf Prozent, bis 2010 um 23 Prozent und bis 2020 um 43 Prozent vor. Das Gutachten fordert langfristig von den westlichen Industrieländern und den östlichen Transformationsstaaten die Emissionssenkung um 77 Prozent bis zum Jahr 2050. Damit könne eine Stabilisierung der globalen Durchschnittstemperatur auf 16,5 Grad Celsius erreicht werden. Bei Erfüllung der Förderung bedeutet dies eine noch tolerierbare Temperaturzunahme um 0,2 Grad Celsius pro Dekade – ausgehend von derzeit 15,5 Grad Celsius. Der WBGU definiert damit auf der Basis ökonomisch und sozial umsetzbarer Ziele einen „tolerierbaren Korridor” für die Klimaentwicklung. Die Wissenschaftler schlagen drei primäre Maßnahmen zur Energieeinsparung vor: Zum einen fordert der WBGU eine höhere Effizienz bei der Energienutzung, beispielsweise weitreichende Wärmedämmung, Wirkungsgradsteigerungen bei den Kraftwerken und sparsameren Kraftstoffverbrauch durch Fahrzeuge. Weiterhin sieht das Gutachten einen planvollen Übergang zu erneuerbaren Energieformen vor, Stichworte dabei sind Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerke sowie Nutzung von Erdwärme und biologischen Energieträgern. Als dritten Punkt mahnen die Klimaexperten zu einem umweltbewußteren Lebensstil mit geringerer Mobilität. Der Widerspruch zwischen Verlangen nach Klimaschutz einerseits und Wohlstandsmehrung andererseits sei auf Dauer nicht haltbar.

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