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Physik

Quantenverschränkung ohne Ausflüchte

Der endgültige Nachweis des Phänomens der Verschränkung fehlte lange. Jetzt konnten Forscher die letzten Schlupflöcher schließen
Quantum ‘spookiness' explained

Veröffentlicht am: 21.10.2015

Laufzeit: 0:03:54

Untertitel: deutsch

Sprache: englisch

Die Nature Publishing Group (NPG) gehört wie auch Spektrum der Wissenschaft zum Holtzbrinck-Konzern Springer Nature. Sie ist Herausgeberin von "Nature", einem wöchentlich erscheinenden wissenschaftlichen Fachjournal.

Die Gesetze in der Welt der Quanten laufen vielen unserer Intitutionen zuwider, öffnen aber den Blick in eine faszinierende Welt. Deswegen sollen sie auch nicht allein theoretischen Physikern vorbehalten sein, wie dieses Nature-Video beweisen will. Mit nicht mehr als ein paar rotgrünen Papierschildchen, die kleinste Partikel und ihren jeweiligen Zustand symbolisieren, weiht es seine Zuschauer in manches Geheimnis ein – und berichtet vor allem auch, wie es niederländischen Forschern jüngst gelang, die letzten Zweifel am Phänomen der Quantenverschränkung zu beseitigen.

Ein paar einführende Worte wollen wir dennoch vorausschicken. In der Welt der Quanten ist so einiges möglich, was zunächst undenkbar erscheint. Zum Beispiel können Teilchen durchaus in mehreren Zuständen gleichzeitig vorliegen, die hier symbolisch als "rot" und "grün" bezeichnet werden. Sie sind also nicht entweder rot oder grün, sondern beides zugleich – so, wie die Katze in Schrödingers berühmtem Gedankenexperiment sich sowohl im Zustand "tot" als auch im Zustand "lebendig" befindet.

Außerdem ist es möglich, dass Teilchen miteinander verschränkt sind: Ist eines davon "grün", folgt aus der Verschränkung mit einem anderen Teilchen, dass dieses automatisch den "roten" Zustand annimmt – und umgekehrt. Unheimlich ist das, weil dies instantan geschieht, also augenblicklich. Das steht nämlich im Widerspruch zu Einsteins Behauptung, dass Information höchstens mit Lichtgeschwindigkeit ausgetauscht werden kann.

Aber gibt es die Quantenverschränkung wirklich? Den Beleg dafür muss der so genannte Bell-Test liefern – und um den geht es in diesem Video.

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