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Kompaktlexikon der Biologie: Agamidae

Agamidae, Agamen, Fam. meist kleiner bis mittelgroßer Echsen (Squamata) mit über 300 Arten in der Alten Welt (vor allem Tropen) sowie Australien, eine Art in Südosteuropa. A. sind terrestrisch oder auf Bäumen lebend, es gibt aber auch ausgesprochene Wassertiere: die in Südostasien und Australien verbreiteten Gatt. Hydrosaurus und Physignathus. A. ernähren sich hauptsächlich von Insekten, größere Tiere auch oft von Pflanzenteilen. Sie sind Tagtiere mit gut entwickelten Gliedmaßen, einem oft breiten Kopf und rundlichem, abgeflachtem Körper sowie einem langen Schwanz. Körper und Schwanz sind von starken Schuppen bedeckt. Die Weibchen sind fast ausnahmslos ovipar. Vor allem die Männchen zeigen auffällige Verhaltensweisen als Drohgebärden oder während der Balz: Kopfnicken, Farbwechsel, aufrichtbarer Halskragen (z.B. bei der Kragenechse, Chlamydosaurus kingii) ( vgl. Abb. ) und aufblähbarer Kehlsack. Die Flugdrachen (Gatt. Draco) besitzen zwei große flügelartige Hautlappen an den Flanken, mit denen sie durch die Luft gleiten. Einzige Art seiner Gatt. ist der in australischen Wüsten lebende Dornteufel (Moloch horridus) mit zwei großen Stacheln am Kopf und einem stacheligen Fettbuckel im Nacken, der vermutlich der Wassergewinnung in Trockenzeiten dient.



Agamidae: Die Kragenechse (Chlamydosaurus kingii) besitzt am Hals eine große, durch Knorpelstäbe gestützte Hautfalte, die bei Erregung kragenartig hochgestellt wird

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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