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Kompaktlexikon der Biologie: Nervus facialis

Nervus facialis, Facialis, der VII. Hirnnerv. Er führt Nervenfasern von vier verschiedenen Leitungsqualitäten. Ein Teil seiner Fasern dient der Sensibilität im Kopfbereich hinter den Ohren und im äußeren Ohrenkanal; ein anderer Teil vermittelt Signale von Geschmacksrezeptoren in den vorderen zwei Dritteln der Zunge; ein dritter Teil dient der motorischen Innervation der Gesichtsmuskulatur („Gesichtsnerv“), mit der vor allem Primaten ihr Mienenspiel (Mimik) gestalten. Schließlich führt der N.f. auch präganglionäre parasympathische Fasern, welche die Aktivität der Speicheldrüsen steuern. – Eine einseitige Lähmung des N.f. kann z.B. durch lokale Infektionen oder Blutversorgungsstörungen verursacht werden. Sie hat ein halbseitig erschlafftes „hängendes“ Gesicht zur Folge, das ein Schließen des Auges und des Mundwinkels unmöglich machen kann. Außerdem sind der Tränenfluss und die Geschmackswahrnehmung gestört. (Hirnnerven)

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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