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Undine-Syndrom: Atemlos durch die Nacht

Marie leidet seit Geburt an einem Gendefekt: Weil ihr Gehirn im Schlaf keine Signale zum Luftholen gibt, muss sie nachts künstlich beatmet werden. Doch eines Tages kommt es zu einer überraschenden Wendung …
Frau schwebt UnterwasserLaden...

Seit Kurzem studiert Marie*, 19 Jahre alt; sie ist klug, hat viele Hobbys und verbringt gern Zeit mit ihren Freundinnen – tagsüber führt sie ein recht normales Leben. Nachts aber kämpft sie mit einem bedrohlichen Problem: Sobald sie einschläft, hört sie auf zu atmen! Marie hat eine seltene, genetisch bedingte Krankheit, das »kongenitale zentrale Hypoventilationssyndrom«, besser bekannt unter dem Namen Undine-Syndrom. Einer Erzählung nach wollte die Nymphe Undine ihren Geliebten für seine Untreue bestrafen. Deshalb verdammte sie ihn dazu, nur noch bewusst atmen zu können – er starb, als ihn der Schlaf übermannte. Fast hätte Marie nach ihrer Geburt dasselbe Schicksal ereilt. Sobald sie das erste Mal einschlief, lief sie blau an. Glücklicherweise konnte ihre Mutter im Krankenhaus sofort medizinische Hilfe holen. Als das Neugeborene aufwachte, atmete es zwar wieder, doch trat das Problem jedes Mal auf, sobald es wegdämmerte. Die Diagnose war schnell gestellt: Undine-Syndrom …

*Namen von der Redaktion geändert.
9/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 9/2019

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