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Superschwere Elemente: Labor der Alchimisten

Christoph Düllmann ist ein Alchimist des 21. Jahrhunderts. Nur dass Kernchemiker wie er nicht mehr versuchen, Gold herzustellen, sondern superschwere, auf der Erde und im Universum bisher unbekannte Elemente. Im Video gibt er Einblicke in seine Experimente, die nur wenige Sekunden dauern, ehe die neu entstandenen Atome radioaktiv zerfallen. Aber trotz dieser kurzen Zeitspanne ihrer Existenz sind sie messbar.
Superschwere Elemente: Labor der Alchimisten

Veröffentlicht am: 10.01.2019

Laufzeit: 0:17:05

Sprache: deutsch

Hyperraum TV ist ein von der Medienwissenschaftlerin und Wissenschaftshistorikerin Susanne Päch betriebener Spartensender für Wissenschaft und Technologie.

Wie kann man superschwere Atome erzeugen? In der Natur kann es bei der Verschmelzung von Neutronensternen oder Schwarzen Löchern zur Entstehung solcher Elemente kommen. Ein Teilchenbeschleuniger in Darmstadt kann Ionen sämtlicher Elemente des Periodensystems auf bis zu 20 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Im Labor des Kernchemikers Christoph Düllmann von der Universität Mainz geht es darum, ionisierte Atome mit hohen Geschwindigkeiten auf Targets zu schießen. Dabei ist es wichtig, richtige Isotopen auf geeignetes Material wirken zu lassen – so, dass für kurze Zeit ein neues Element entsteht. Eine große Herausforderung für die Zukunft sei es, die Produktionsmethoden zu verfeinern, um größere Mengen von Atomen herzustellen, die eine lange Halbwertszeit haben. Ein Ziel dabei ist es, herauszufinden, welches das schwerste Element ist, das existieren kann. Gibt es ein Ende des Periodensystems?

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