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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 92

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • @sherfolder

    08.11.2017, Paul Kalbhen
    Werner Heisenbergs "statistische Naturgesetzlichkeit" enthält Ihre beiden Varianten - und der Zufall "ermöglicht", nicht erzeugt, erst Freiheit. Die menschliche Willensfreiheit kann man wohl nur auf geistige Prinzipien zurückführen - die "Software" des Gehirns. Selbst Michael Pauen und Gerhard Roth schreiben in ihrem Buch "Freiheit, Schuld und Verantwortung" (Suhrkamp, Frankfurt, 2008) von neuronalen" quasideterministischen Hirnvorgängen, die von Zufälligkeiten durchsetzt sind.
  • Elektromobilität ist mehr als nur E-Autos

    08.11.2017, Simon
    Wieder einmal die deutsche Sprachpanscherei. Das Gleichstellen der Begriffe ist fahrlässig, typisch deutsch und fehlerhaft.

    In weiten Teileist E-Moblität viel mehr als nur E-Autos, die ja nur eine Nische im Fahrzeugpool darstellen neben E-Schiffe, Seilbahnen, Schienenverkehren und auch Pedelecs, e-Rollern und E-Bikes.
    ist das eigentlich so schwer? Im Ausland die Regel, hier beherrscht immer das E-Auto den Begriff, während der Rest des Planeten da inhaltich deutlich sauberer arbeitet.
  • Differenzen beim Energiträger betrachten

    08.11.2017, Gerrit
    In der Betrachtung fehlt noch ein wichtiger Posten. Der Verbrauch beim Verbrenner wird mit angegeben, aber der energetische Verbrauch zur Bereitstellung von Benzin/Diesel nicht eingerechnet (Förderung, Transport, Raffinierung). Dabei ist zu beachten inweit dies bei der Beritstellung des Strom schon passiert ist. Für die Zukunftsperspektive heißt das dann auch das alleine schon die Rohölförderung die Bilanz weiter verschlechtern wird, da der Energieaufwand beim erschließen der verbleibenden Quellen stätig zunimmt. (Weniger einfach erschließbare Quellen).

    Es wie sich diese Aspekte auswirken
  • 50.000 Tote? Nein! Das ist Kaffeesatzleserei, aber keine Wissenschaft!

    08.11.2017, ZKLP
    Zitat aus der Studie:
    "It must be emphasized that, although many epidemiological studies have linked long-term PM2.5 exposure to public health outcome, it is yet unclear whether any particular aerosol components and/or source categories are predominantly responsible for air-pollution-related mortality. The debate is open and firm conclusions of a specific relationship have not been reached (Harrison and Yin, 2000; Reiss et al., 2007), although it is expected that some aerosol components may be more toxic than others (Shiraiwa et al., 2012; Mar et al., 2006; Ito et al., 2006)."

    Zitat aus den Reviewkommentaren zur Studie:
    "The epidemiological studies did find the secondary inorganic aerosols [dazu gehört auch der hier thematisierte Feinstaub aus Ammoniakemissionen] could have negligible effects on human health"

    Die Links dazu und weiterführende Infos gibt es hier:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=16020.msg218697#msg218697
  • Frakturdiagnostik mittels Ultraschall???

    08.11.2017, BeeKa
    Offenbar warden hier auch physikalische Gesetze revolutioniert, wenn neuerdings mittels Ultraschall ein Knochenbruch festgestellt werden kann. Das wird auch künftig mit Ultraschall nicht funktionieren, es ist schlicht die falsche Methode für diese Fragestellung. Allenfalls interessant wäre der Einsatz des Gerätes am Unfallort (um bei dem gewählten Setting zu bleiben), um z. B. eine Verletzung eines Bauchorgans zu diagnostizieren bzw. auszuschließen, oder einen Erguß im Herzbeutel oder Rippenfell zu sehen.
    Stellungnahme der Redaktion

    Liebe LeserIn,

    die Deutsche Röntgengesellschaft schreibt dazu auf ihrer Website zu dem Thema:
    Ultraschall bei Knochenbruch – eine sichere Alternative zum Röntgen bei Kindern:

    "Zahlreiche Studien zeigen, dass der Ultraschall in der Diagnose insbesondere bei langen Röhrenknochen dem Röntgen gleichwertig ist und bei Kindern der Ultraschall alternativ zum Röntgen eingesetzt werden kann. Insbesondere wenn durch die Ultraschalluntersuchung ein Knochenbruch ausgeschlossen wird, kann auf das Röntgen verzichtet werden."

    Auch wenn bei Knochenbrüchen üblicherweise eine Röntgenuntersuchung angewendet wird, bietet sich hier in ausgewählten Fällen eine Alternative.

    Mit freundlichen Grüßen

    Redaktion von spektrum.de

  • Die Welt ist nur solange eine Scheibe, bis wir das Gegenteil entdeckt haben.

    08.11.2017, Jacob
    Aus der heutigen Sicht mag alles ( oder auch nicht ) richtig sein, wir dürfen aber nicht vergessen, noch denken wir 3, maximal vierdimensional.Wir entwickeln uns aber weiter, glücklicherweise. Auch die Mathematik ist aus heutiger Sicht unfehlbar, wie werden wir, mathematisch zu der heutigen Aussagen ( von den Postulierenden gerne als Absolutismen angesehen) aber in der Zukunft sein ? Ich bezweifle sehr stark dass wir stehen bleiben werden.
  • Zu schwamming...

    08.11.2017, Jochen Metzger
    Aus eigener Erfahrung (Magisterarbeit in Quantitativer Linguistik) halte ich das für viel zu unspezifisch, um hier irgendwelche Erkenntnisse abzuleiten, egal, wie groß die Stichprobe ist.

    Man kann durch statistische Verteilungsfunktionen von Wörtern im Text auf deren Wortart schließen. Das hängt aber sehr von der Textsorte ab und auch von der stilistischen Qualität des Textes. Und hier rede ich von *geschriebenen* Texten...

    Solche Schlüsse bei *gesprochenen* Texten, bei "Geplapper"? Auf den psychischen Zustand des Sprechers? Nie im Leben...
  • Weniger Ersatzteile, weniger Verschleiß bei Elektrofahrzeugen eingerechnet?

    08.11.2017, Arthur Dent
    Hallo Forum,
    Elektroautos haben weit weniger Bauteile als Verbrenner und benötigen bsp kein Motoröl. Der Verschleiß dürfte viel geringer sein. Weniger Ersatzteile müssen produziert werden. Weniger Werkstattaufenthalt. Wurde darüber auch nachgedacht?
  • Falsche Berechnungsgrundlage

    08.11.2017, Ralf Becker
    Wieder einmal wird bei der Herstellung zwar der Akku des Elektroautos betrachtet, die des Verbrenners (Auspuffanlage, Kupplung, Luftfilter, Lichtmaschine, Ölwanne inkl. Öl, 70% schwererer Motor, 70% schwereres Getriebe, Kühler und so weiter) werden unter den Tisch fallen gelassen.
  • Kommt schon

    08.11.2017, Ben3141592
    Wenn wir an unsichtbare Teilchen glauben, warum nicht auch an die Menschwerdung Gottes? Warum glaubt er dann nicht an Poseidon, Zeus, Hexenkunst etc.? Wie kann sowas heute noch ernst genommen werden?
  • Kritik zu "Wie wäscht man Obst richtig"

    07.11.2017, Fr.Gebert
    Thiabendazol und Phosmet sind im Apfelanbau nicht zugelassen. Sie reden von 30
    Wirkstoffen auf Äpfeln. Ab 4 Wirkstoffen lehnt der Handel die Ware ab. Sie erwecken den Eindruck, als seien Äpfel gesundheitschädlich.Was mögliche Rückstände angeht, hat der Gesetzgeber den Faktor 100 als Sicherheit eingebaut. Diese sog.Höchstmenge wird i.d.R. nur zu 10% ausgeschöpft. Waschen sollten Sie Obst
    allenfalls wegen möglicher mikrobieller Kontamination (s. EHEC Skandal ausgehend von einem Biobetrieb) Den Inhalt betreffend ist der o.g. Artikel eine mittlere Katastrophe.
    Stellungnahme der Redaktion

    Sehr geehrte Frau Gebert,

    in der Untersuchung des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittel (laves) von 2016 finden die Prüfer 30 verschiedene Rückstände in Äpfeln. Ähnliche Werte finden sich auch in 2015.

    Auch Thiabendazol wird auf einem Apfel gefunden. Es stimmt Phosmet ist nicht in Deutschland zugelassen. Die angeführte Studie führt das Experiment beispielhaft an zwei Pestiziden durch.

    Auf einem Apfel aus Deutschland wurden sogar 10 Mehrfachrückstände gefunden, die meisten Proben wiesen zwischen drei und fünf Rückstände auf.

    Andere Untersuchungen zeigen, dass in einem geringen Teil der Proben die Höchstwerte überschritten werden können.

    Zu der Einschätzung, ob Äpfel mit diesen Belastungen als gesundheitsschädlich angesehen werden, gibt es unterschiedliche Aussagen. Daher schreiben wir, dass diese Entscheidung letztendlich der Verbraucher treffen muss.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion von Spektrum.de

  • Tatsächlich ist, wie meist,

    07.11.2017, Angela Franke
    der Mensch der schlimmste Feind der jeweiligen Tierwelt. Nicht nur, dass er, um genau zu sein vor allem der "westliche" Mensch, der mittlerweile seine Lebensweise in alle Welt exportiert, den rasanten Klimawandel verursacht, sondern er at auch die anderen Arten eingeschleppt. Mal aus Gewinnstreben, mal aus Unachtsamkeit.
    Und so leiden nicht nur die ursprünglichen Tiere unter den Folgen menschlichen Handelns, sondern auch die eingeschleppten, die nun zu Zigtausenden oft brutal massakriert werden. Selbst die Helfer der einheimischen Fauna werden wiederum vom Menschen bekämpft, sie könnten ja die Profite schmälern.
    Wenn der Mensch des Kapitalozäns nicht endlich lernt MIT der Natur und den Tieren zu leben, dann schafft er sich über kurz oder lang selbst ab.
  • KEIN LebensSTIL und keine freie Entscheidung

    07.11.2017, Erik
    Wo bzw. wie muss man eigentlich leben, um IMMER NOCH NICHT mitbekommen zu haben, dass
    1. Homosexualitaet (bzw. ein "homosexueller Lebensstil") KEINE Entscheidung ist (anders als z.B. das Zoelibat von Priestern, das allerdings oftmals im Geheimen doch nicht eingehalten wird, und alles andere als natuerlich ist (der Geschlechtstrieb gehoert mit zu den staerksten Trieben von Lebewesen; ihn zu unterdruecken bedeutet Stress - messbaren, folgenschweren Stress (kann man bei einer gewissen Institution ohne grosse Schwierigkeit am Verhalten, bzw. Aussagen deren Vertreter in der Oeffentlichkeit unschwer erkennen)
    2. es keinen "homosexuellen Lebensstil" gibt, und
    3. Homosexuelle, sich oft nur aufgrund von aeusserem Druck dazu entscheiden, ihre Homosexualitaet nur versteckt "auszuleben". DAS wiederum IST unnatuerlich, genauso, wie das (oder der) Zoelibat, was zu messbarem, innerem Stress fuehrt, mit all den negativen Folgen fuer das Individuum.
    Das zwangsweise Nicht-Ausleben der HS, sowie der durch die Gesellschaft ausgeuebte Druck in Form von Diskriminierung, Beleidigungen und Gewalt fuehren dazu, dass homosexuelle Jugendliche ein, je nach Studie, 4- bis 7-fach hoeheres Risiko fuer Suizid haben, als "normale" Jugendliche.
    4. HS haben kein per se hoeheres Risiko an Geschlechtskrankheiten zu erkranken, als Heterosexuelle. Es gibt, GENAU WIE BEI HETEROSEXUELLEN, einen gewissen Anteil sexuell aktiverer Menschen, die dann allerdings (auch bei Beachtung der Regeln des "safer sex"!) ein hoeheres Risiko haben. Das aber, wie bereits gesagt, GENAUSO BEI HETEROSEXUELLEN!
    Nehmen Sie bitte meinen abschliessenden Kommentar nicht persoenlich, aber:
    Wir leben nun im 21. Jhdt.: Wissen ist UEBERALL FREI verfuegbar; BITTE nutzen Sie diese Moeglichkeit, und informieren Sie sich, bevor Sie durch mangelndes Wissen den falschen Leuten GLAUBEN (wer nichts weiss, muss eben glauben; u.a. deshalb habe ich vorstehendes Wort auch betont!), und Dinge tun oder Entscheidungen (Wahlen!) treffen, die sich fuer die GESAMTE Gesellschaft (auch Sie selbst!) moeglicherweise als fatal erweisen.
    PS: (rethorische) Frage: Warum wohl, hat die kath. Kirche lange Zeit (zum Glueck letztendlich vergeblich!) versucht, die Auklaerung der breiten Bevoelkerung zu verhindern?
    PPS: Was waere denn eigentlich die naechste Stufe? (z.B. aufgrund der, ihrer Meinung nach, hoeheren Inzidenz fuer STIs?) Zwangsbehandlung mit Gentechnik zur "Heilung" von HS, und damit Verringerung der Fallzahlen von STIs?

    Verzeihen Sie bitte die evtl. zu deutlich heraustretende. Polemik, aber als jemand, der beim Thema Sexualitaet (BITTE nicht nur auf das Koerperliche beziehen! - eine Beziehung/Partnerschaft besteht aus mehr, als nur Steppdeckenakrobatik) mehr als die Haelfte seines Lebens verloren hat (was einem NIEMAND ersetzen oder wiedergutmachen kann!), reagiere ich mittlerweile sehr empfindlich auf solche Vor-/Einstellungen; u.a. um anderen selbiges zu ersparen.
    SIE sind mit Sicherheit nicht Homosexuell, sonst wuessten Sie, was o.a. Punkte bei einem Menschen bewirken. Bei mir hat es dazu beigetragen, eine Depression zu entwickeln, etwas was anderen erspart bleiben sollte.
  • Antwort auf 2

    07.11.2017, Tim
    Zunächst einmal habe ich lediglich betont, dass zu einem homosexuellen Lebensstil die Willensentscheidung gehört und daraufhin auf eventuell negative Konsequenzen für die Homosexuellen selbst hingewiesen. Wenn das eigene "Ich" nämlich genetisch vorherbestimmt ist, dann kann das zur Passivität verleiten.

    Die Gefahr der Geschlechtskrankheiten besteht NATÜRLICH auch für Heterosexuelle - deswegen spricht mein erster Kommentar auch von dem RISIKO, welches erhöht ist. Aus genau DIESEM Grund dürfen Homosexuelle mancherorts auch kein Blut spenden. Mit Diskriminierung hat dies überhaupt nichts zu tun: Es ist ein Schutz für den Empfänger der Blutprobe.

    ICH habe natürlich überhaupt keinen Nachteil davon, dass irgendjemand seine Homosexualität auslebt;) Ich verstehe aber den Zusammenhang zu meinem Kommentar nicht - Sie scheinen sich hier irgendwie angegriffen zu fühlen.

    Und Argumente (sogar Meinungen oder Ansichten) diskriminieren nicht. Handlungen oder Gesetze diskriminieren.
  • Man fragt sich

    07.11.2017, Paul Max
    Warum es so verwunderlich ist, dass die russische Revolution gefeiert wird, während die Feiern zur französischen Revolution (die auch nicht gerade Opfer-frei - nicht einmal ihre Protagonisten wurden verschont - schöne Analogie) ein weithin akzeptiertes und anerkanntes Ereignis darstellen.