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Autismus: Was hilft Kindern mit Autismus?

Junge Autisten widmen sich lieber ihrem Spielzeug als ihren Spielkameraden. Um ihr Interesse an Menschen zu wecken, haben Therapeuten verschiedene Methoden entwickelt. Doch wissenschaftlich überprüft sind sie kaum.
Mit Handpuppe und Regenbogenspirale versucht Sozialpädagogin Sabrina Harves die Aufmerksamkeit ihrer Patienten zu gewinnen.

Tom sitzt auf dem Teppichboden des Therapieraums im Hamburger Autismus-­Institut. Ein Lied erklingt. "Hallo, hallo, schön, dass du da bist", singen die Kinder aus dem Lautsprecher. Die Sozialpädagogin Sabrina Harves (im Foto rechts zu sehen) klatscht den Rhythmus des Stückes mit. Doch obwohl sie genau neben Tom sitzt, scheint der Zwei­jährige keine Notiz von ihr zu nehmen. Statt mit ihr zu spielen, holt er sich lieber seine Trinkflasche aus der Tasche seiner Mutter. Auch dabei nimmt er weder zur Pädagogin noch zur Mutter Kontakt auf. Tom scheint ganz in seine Welt versunken. Der einzige Laut, den er wiederholt von sich gibt, ist ein tiefer Ton.

Tom ist Autist. Schon als Säugling entwickelte er sich anders als gleichaltrige Kinder (siehe "Erste Warnsig­nale", S. 77), mit zwei Jahren bekam er schließlich die Diagnose "frühkindlicher Autismus". Diese Störung äußert sich vor allem durch Probleme bei der sozialen Interaktion und Kommunikation: Betroffene Kinder schauen andere Menschen zum Beispiel selten direkt an, ahmen nicht oft Laute nach, verwenden weniger Gesten wie Zeigen, Nicken oder Kopfschütteln und machen nicht häufig auf sich aufmerksam. Auch die Sprache entwickelt sich – wenn überhaupt – verzögert. Gleichzeitig neigen Autisten dazu, bestimmte Bewegungen oder Lautäußerungen zu wiederholen, zum Beispiel mit den Händen zu wedeln ...

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  • Quellen

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Dawson, G. et al.: Early Behavioral Intervention Is Associated With Normalized Brain Activity in Young Children With Autism. In: Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, S. 1150-1159, 2012


Freitag, C. et al.: The Frankfurt Early Intervention Program FFIP for Preschool aged Children with Autism Spectrum Disorder: A Pilot Study. In: Journal of Neural Transmission 119, S. 1011-1021, 2012


Kitzerow, J. et al.: Das Frankfurter Frühinterventionsprogramm (FFIP) für Vorschulkinder mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS). Erste Ergebnisse zur Sprachentwicklung. In: Kindheit und Entwicklung 23, S. 34-41, 2014


Lovaas, O. I.: Behavioral Treatment and Normal Educational and Intellectual Functioning in Young Autistic Children. In: Journal of Consulting and Clincal Psychology 55, S. 3-9, 1987


Magiati, I., Charman, T., Howlin, P.: A two-year Prospective follow-up Study of Community-based Early Intensive Behavioural Intervention and Specialist Nursery Provision for Children with Autism Spectrum Disorders. In: Journal of Child Psychology and Psychiatry 48, S. 803-812, 2007


Poustka, F.: Autistische Störungen, S. 331-350. In: S. Schneider und J. Margraf, Lehrbuch der Verhaltenstherapie Band 3: Störungen im Kindes- und Jugendalter. Springer, Heidelberg 2009


Reichow, P. et al.: Early Intensive Behavioral Intervention (EIBI) for Young Children with Autism Spectrum Disorders (ASD). In: Cochrane Database of Systematic Reviews 10, 10.1002, 2012


Rittmann, B.: Die Bedeutung verhaltenstherapeutischer Förderung in Autismus-Therapiezentren. In: Autismus, 78, S. 21-31, 2014


Virues-Ortega, J.: Applied Behavior Analytic Intervention for Autism in Early Childhood: Meta-analysis, Meta-regression and Dose-response Meta-analysis of Multiple Outcomes. In: Clinical Psychology Review 30, S. 387-399, 2010


Virues-Ortega, J. et. al.: The TEACCH Program for Children and Adults with Autism: A Meta-Analysis of Intervention Studies. In: Clinical Psychology Review 33, S 940-953, 2013


Weinmann, S. et al.: Verhaltens- und fertigkeitenbasierte Frühinterventionen bei Kindern mit Autismus. In: GMS Health Technol Assess 5, 2009


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