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Selbstwahrnehmung: Verkörperung in Avataren und Robotern

Versuche zeigen: Unser Ichbewusstsein ist nicht zwangsläufig an unseren Körper gebunden – es lässt sich in äußere Avatare übertragen, so dass wir uns in diesen verorten.

Manche dieser Fragen sind eher begrifflicher Natur, andere lassen sich empirisch mit wissenschaftlichen Experimenten angehen. Typischerweise interessieren sich Forscher für die globale Integration des Bewusstseinsraums im Gehirn (eng verwandt mit dem klassischen philosophischen Prob­lem der "Einheit des Bewusstseins") und für die Existenz kleinster Einheiten des subjektiven Erlebens. Zu nennen sind hier vor allem Empfindungsqualitäten des sensorischen Be­wusstseins wie "Süße", "Röte" oder "Schmerzhaftigkeit"; der philosophische Fachausdruck für solche elementaren subjektiven Erlebnisinhalte lautet "Qualia".

Die größte theoretische Herausforderung ist und bleibt aber das Problem Subjektivität: Wie genau entsteht in einem informationsverarbeitenden System eine subjektive Innen­perspektive? Wie vollzieht sich der Schritt vom Bewusstsein zum Selbstbewusstsein? Auf welche Weise hat sich das Ichgefühl in der Evolution entwickelt und über welche Mechanismen ist es in unserem biologischen Körper verankert? Damit verknüpft ist die Frage, ob auch künstliche Systeme ein Ichgefühl und eine echte Innenperspektive besitzen können. Hier hat es in den zurückliegenden Jahren einen fruchtbaren Austausch zwischen Philosophie und Naturwissenschaft gegeben, der zu einer Serie neuer Experimente führte – aber auch zu den Anfängen einer neuen Technologie, nämlich jener der virtuellen Verkörperung. ...

Spezial Physik - Mathematik - Technik 2/2015

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Physik - Mathematik - Technik 2/2015

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