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Selbstversuch: Meditieren für Novizen

Wer die Wirkungen geistiger Versenkung selbst erkunden will, braucht vor allem Geduld und Anleitung. Ein Erfahrungsbericht.
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"Meditieren ist, als würde man einen Baum ansehen. Der eine achtet auf den Stamm, der Nächste interessiert sich für die Blätter, und der Dritte betrachtet die Äste. Trotzdem ist es derselbe Baum", sagt Reinhard Mundt. Mit diesem Bild will er veranschaulichen, was er aus eigener langjähriger Erfahrung weiß: Mundt, im Hauptberuf Professor für Astronomie, lehrt in einer offenen Meditationsgruppe in Heidelberg sowohl Achtsamkeits- als auch Konzentrationsmeditation sowie eine noch stärker buddhistisch inspirierte Form der geistigen Versenkung, die auf Mitgefühl und Güte abzielt. Die dabei eingesetzten Techniken sind nicht völlig trennscharf, betont er, sondern bauen aufeinander auf.

Die eigene Aufmerksamkeit zu sammeln, bildet die Basis jeder Art von Meditation. Neulinge beginnen daher in der Regel mit Konzentrationsübungen, die den Geist zur Ruhe bringen. Im nächsten Schritt, der Achtsamkeit, schärft man das Bewusstsein für den Moment, erklärt Mundt. Hierbei gilt es, das gelassene, nicht bewertende Beobachten seiner Gedanken zu üben. Bei der Therapie von Schmerzen und Depressionen hat sich das achtsamkeitsbasierte Stressbewältigungsprogramm MBSR (für englisch: mindfulness-based stress reduction) laut einer Reihe von Studien bewährt ...

5/2015

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 5/2015

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  • Quelle und Literaturtipp

Quelle

Grepmair, L. et al.: Promoting Mindfulness in Psychotherapists in Training Influences the Treatment Results of their Patients: A Randomized, Double-Blind, Controlled Study. In: Psychotherapy and Psychosomatics 76, 
S. 332–338, 2007

Literaturtipps

Singer, T., Bolz, M.: Mitgefühl. In Alltag und Forschung (E-Book): www.compassiontraining.de
Ausführliche Einblicke in Erforschung und Praxis der Mitgefühlsmeditation

Ott, U.: Meditation für Skeptiker. O. W. Barth, München 2010
Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg nach innen.