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Umwelt: Aluminiumhütten könnten Quelle mysteriöser Emissionen sein

Seit 2015 nimmt die Konzentration der Treibhausgase Tetrafluormethan und Hexafluorethan in der Atmosphäre wieder zu. Der Grund dafür könnte Chinas Aluminiumindustrie sein.
Fabrik in Schanghai

Tetrafluormethan und Hexafluorethan sind potente Treibhausgase. Sie wärmen die Erdatmosphäre 1000-fach stärker auf als Kohlendioxid und haben sich dort zuletzt aus unbekannten Gründen vermehrt angesammelt. Modellrechnungen deuten nun darauf hin, dass Chinas Aluminiumindustrie ein Hauptverursacher der mysteriösen Emissionen ist.

Die offiziellen Zahlen zu den Tetrafluormethan- und Hexafluorethan-Emissionen von Fabriken sind bislang zu niedrig, um zu erklären, warum die Werte in der Luft seit 2015 ansteigen. Zuvor hatten sie sich sieben Jahre lang auf einem relativ stabilen Niveau bewegt. Um die Quellen der Emissionen zu ermitteln, analysierten Jooil Kim von der University of California in San Diego und seine Kollegen deshalb Luftproben, die zwischen November 2007 und Dezember 2019 auf der südkoreanischen Insel Jeju etwa alle zwei Stunden gesammelt worden waren. Außerdem modellierten die Wissenschaftler Wetterereignisse, die in diesem Zeitraum die Luft über die Insel transportierten.

Den Ergebnissen zufolge könnten Aluminiumhütten in China für einen großen Teil der beiden Gase in der Atmosphäre verantwortlich sein. In den Anlagen wird in großindustriellem Maßstab Reinaluminium hergestellt; in Ostasien kommen sie besonders häufig vor. Dass Tetrafluormethan und Hexafluorethan dabei freigesetzt werden, ist bekannt. Halbleiterfabriken in Südkorea und Japan tragen vermutlich ebenfalls zu dem gesteigerten Ausstoß bei.

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