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Bedrohte Papageien: Die Kakapo-Küken sind da

Gute Nachrichten gefällig? In Neuseeland brüten die Kakapos wieder. Und die ersten Flauschkugeln sind bereits geschlüpft.
Kakapoküken

201 Kakapos gibt es offiziell auf der Welt, doch ihr Bestand könnte 2022 weiter wachsen: Neuseeländische Ornithologen blicken erwartungsvoll auf die Brutsaison, die ersten Küken sind auch schon geschlüpft, wie das neuseeländische Department of Conservation berichtet. Anfang Februar kämpfte sich Pearl-A-1-2022 erfolgreich aus dem Ei, bald gefolgt von Geschwisterchen Pearl-A-2-2022, das allerdings in einem Brutkasten auf die Welt kam.

Die seltenen Kakapos brüten nur alle zwei bis drei Jahre, wenn ihre Hauptnahrung – die Früchte der Rimu-Harzeiben – massenhaft auftreten. Durch intensive Schutz- und Hegemaßnahmen ist es gelungen, dass die Zahl der Papageien von 51 im Jahr 1995 auf mehr als 200 angestiegen ist. Mittlerweile befinden sich fortpflanzungsfähige Bestände wieder auf drei Inseln vor der Küste, die frei von eingeschleppten Säugetieren gehalten werden.

Um den Bestand zu vergrößern, helfen die Beteiligten intensiv nach: Weibchen werden künstlich besamt, Eier im Brutkasten ausgebrütet oder Küken zwischen Weibchen verteilt, um die Überlebensrate zu erhöhen. Die Spermienqualität vieler Männchen ist relativ schlecht, weshalb Eier häufig unbefruchtet bleiben. Damit die Weibchen dennoch Küken aufziehen können, bekommen sie diese untergeschoben. Das garantiert auch eine bessere Versorgung der Jungtiere.

Ein solches Brutmanagement findet vor allem auf zwei der drei Inseln mit Kakapos statt: Auf Te Kakahu hingegen werden die Kakapos aus der Ferne überwacht und es wird weniger eingegriffen, um die Entwicklung natürlicher zu gestalten. Kakapos galten praktisch als ausgestorben, da vor einigen Jahrzehnten nur noch Männchen nachgewiesen wurden. Erst später entdeckte man wieder Weibchen und siedelte die verbliebenen Vögel auf säugerfreie Inseln um. Eingeschleppte Ratten, Katzen, Hunde und Hermeline hatten die verbliebenen Tiere auf den Hauptinseln dezimiert. Sie von den kleinen Inseln fernzuhalten, gehört zu den wichtigsten Aspekten des Schutzprogramms.

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