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Great Barrier Reef : Dritte Korallenbleiche in fünf Jahren

Die Steinkorallen im Great Barrier Reef verlieren erneut ihre Farbe – auch in Gebieten, die bislang verschont blieben. Schuld an der Bleiche sind die steigenden Wassertemperaturen.
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Teile des Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste sind erneut von einer massiven Korallenbleiche betroffen – der dritten binnen fünf Jahren. Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des Riffs eine gemäßigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen, teilte die zuständige Behörde Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) am Donnerstag mit.

Als »Bleiche« bezeichnen Forscher das Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen: Bei zu hohen Wassertemperaturen stoßen die Korallen die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne diese können sie auf Dauer jedoch nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht innerhalb einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

Das Great Barrier Reef dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344 000 Quadratkilometern aus und übertrifft damit die Größe Italiens. Bereits 2016 und 2017 waren schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte der Korallen abgestorben, nachdem sich die Meerestemperaturen erhöht hatten. Dabei sind nicht alle gebleichten Korallen automatisch dem Untergang geweiht: Leicht oder mittelschwer gebleichte Korallen können sich wieder erholen. Bei stark betroffenen Bereichen ist die Gefahr hingegen höher.

Die aktuelle Korallenbleiche ist laut Angaben der Behörde auf wärmere Wassertemperaturen besonders im australischen Sommermonat Februar zurückzuführen. Derzeit beobachten Experten aus der Luft etwa 1000 Riffe, um das gesamte Ausmaß der Korallenbleiche einzuschätzen, wie es weiter hieß. Die Vereinten Nationen haben in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt sterben werden, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad Celsius steigen. (dpa/daz)

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