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Mars-Missionen: Mars Express lichtet Aurora ab

Mars-Express
Auch auf dem Roten Planeten treten Polarlicht-Phänomene auf. Anders als auf der Erde sind die Leuchterscheinungen aber nicht nur in der Nähe der Pole häufig, sondern planetenweit über magnetischem Gestein zu erkennen, wie ein internationales Forscherteam nach Analysen von Aufnahmen der Esa-Sonde Mars Express aus dem Marsorbit bekannt gibt.

Polarlichter werden sichtbar, wenn elektrisch geladene Partikel des Sonnenwindes mit Molekülen der Atmosphäre kollidieren und diese zum Leuchten anregen. Auf der Erde, aber auch bei den großen Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, lenken die Magnetfelder den Sonnenwind zu den magnetischen Polen ab, weshalb besonders dort Leuchterscheinungen vorkommen. Auf der Venus, der ein Magnetfeld fehlt, werden polarlichtähnliche Leuchterscheinungen planetenweit in der Atmosphäre durch den direkt einfallenden Sonnenwind sichtbar. Ähnliches war auch auf dem Mars erwartet worden, der ebenfalls kein starkes planetenweites Magnetfeld aufweist.

Wie die Analysen aber zeigen, sorgen offenbar lokale magnetische Anomalien in der Kruste des Roten Planeten, die von den Forscher als Reste eines früher einmal stärkeren Magnetfeldes gedeutet werden, für eine Konzentration des von der Sonne ausgehenden geladenen Teilchenstroms auf bestimmte magnetische Regionen der Oberfläche. Besonders über diesen sind dann ebenfalls "Polar"lichter zu erwarten.

Die nun tatsächlich gesichtete Aurora auf dem Mars dehnte sich über eine Fläche von etwa 30 Kilometern Durchmesser und leuchtete in 130 Kilometern Höhe auf, berichten die Wissenschaftler.

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