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News: Neuer Weg der Tumorbehandlung

Beim Ausbruch von Krebs ist es sehr schwierig, die Tumore selber zu behandeln. Ein neuer Ansatz ist es, die Blutzufuhr zum Geschwür zu unterbinden. Dies geschieht mit Hilfe von Medikamenten, welche die Bildung neuer Blutgefäße verhindern.
Die Bekämpfung von Tumorzellen ist schwierig: Sie sind genetisch gesehen sehr instabil und tendieren deshalb dazu, gegen die in einer Chemotherapie genutzten Wirkstoffe resistent zu werden. Aber auch Tumore besitzen einen wunden Punkt: ihre Blutversorgung. Sie sterben ab, wenn sie während ihres raschen Wachstums nicht durch ausreichende Blutzufuhr ernährt werden. Die Auskleidung der Blutgefäße, die den Tumor versorgen, besteht aus einem Gewebe, welches vaskuläres Endothel genannt wird. Die Zellen dieses Gewebes sind genetisch stabil und deswegen empfindlich gegen den Angriff von Medikamenten.

„Tumore können nicht über mikroskopische Größe hinaus wachsen, ohne neue Blutgefäße zu bilden, und sie bleiben inaktiv oder bilden sich sogar zurück, wenn dieses verhindert wird”, sagt Robert S. Kerbel von der University of Toronto, Ontario.

In der Ausgabe von Nature vom 27. November 1997 beschreiben Judah Folkman vom Dana Cancer Center und der Harvard Medical School in Boston und ihre Kollegen den Effekt von Endostatin. Dieser Wirkstoff verhindert das Wachtum von Blutgefäßen. Den Wissenschaftlern gelang es, bei Mäusen mit Krebstumoren durch Behandlung mit Endostatin eine Rückbildung der Tumore zu veranlassen. Bei wiederholter Therapie konnte noch eine weitere Folge festgestellt werden: Im Anschluß an die Behandlung verblieben die Tumore länger in inaktivem Zustand, auch ohne Gabe von Endostatin.

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