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detektor.fm: Wie der soziale Status das Leben prägt

Was haben Begriffe wie »assi«, »sozial schwach« und »bildungsfern« gemeinsam? Sie sind klassistisch – und damit Ausdruck der Diskriminierungsform Klassismus. Klassistische Diskriminierung zeigt sich auf verschiedenste Arten: in der Sprache, in Vorurteilen und Klischees, in Abwertungen und Benachteiligungen, in Unterdrückung und tödlicher Gewalt.
Frau im Schatten

In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen potenziell von klassistischer Diskriminierung betroffen – unter anderem wohnungslose, erwerbslose oder einkommensarme Menschen, aber auch Arbeiterkinder im Bildungssystem wie Statistiken zeigen. Neben ungleichen Chancen im Bildungssystem beeinflusst Klassismus auch, wie Menschen aufwachsen, wie sie arbeiten, mit wem sie befreundet sind, welche gesundheitliche Versorgung sie bekommen und sogar, wann sie sterben.

Wenn Menschen wegen ihres sozialen Status diskriminiert werden, wird das Klassismus genannt. Diese Diskriminierungsform wirkt von der Geburt bis zum Tod – mit schwerwiegenden Folgen für Betroffene und Gesellschaft.

Im »Forschungsquartet« erklärt Francis Seeck, wie Klassismus soziale Ungleichheit fördert, wie menschenfeindliche Einstellungen aus der NS-Zeit bis heute nachwirken, welche sozialen Machtverhältnisse hinter Klassismus stecken und warum die »Leistungsgesellschaft« Seecks Auffassung nach ein Mythos ist. Was das alles für unsere Gesellschaft bedeutet, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Amelie Berboth mit detektor.fm-Redakteurin Lea Schröder gesprochen.

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