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Hirnforschung: Die präziseste Karte des Gehirns

US-Forscher haben die Gehirne von 210 Freiwilligen untersucht und dabei fast einhundert neue Gehirnareale identifiziert
The ultimate brain map

Veröffentlicht am: 20.07.2016

Laufzeit: 0:02:01

Die Nature Publishing Group (NPG) gehört wie auch Spektrum der Wissenschaft zum Holtzbrinck-Konzern Springer Nature. Sie ist Herausgeberin von "Nature", einem wöchentlich erscheinenden wissenschaftlichen Fachjournal.

Eine Karte des Gehirns erstellen? Keine einfache Aufgabe. Doch jetzt haben Wissenschaftler um David Van Essen von der Washington University in Saint Louis die bislang wohl detaillierteste Karte des zerebralen Kortex, der äußersten Schicht des Gehirns, erstellen können. Dabei haben sie fast hundert bislang praktisch unbekannte Gehirnareale identifiziert, die bisher als Teil anderer Regionen galten – wie etwa Area 55b, der eine wichtige Rolle für die menschliche Sprache zugeschrieben wird.

Grundlage der Arbeit sind unter anderem magnetresonanztomographische Aufnahmen, die als sehr zuverlässig gelten. Vor allem aber ist der Erfolg der Studie dem Umstand zu verdanken, dass die Gehirne von insgesamt 210 Freiwilligen mit ganz unterschiedlichen Methoden gescannt wurden, um sie auf anatomische und funktionale Eigenschaften zu untersuchen. Vorgängerprojekte hatten in der Regel auf jeweils eine einzige Methode gesetzt, mussten dabei aber auch deren jeweilige Schwächen in Kauf nehmen.

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