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Lesermeinungen - Sterne und Weltraum - Seite 3

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Größenangaben zu Ferngläsern und Teleskopen

    20.01.2019, Lutz Füßling, Würzburg

    Oft liest man sinngemäß Bemerkungen der Art: "mit kleineren Teleskopen zu beobachten". Da ich das Astro-Hobby grade wiederentdeckt habe, würde mich interessieren, wo mein Celestron, SC 8", f/10 in Ihrer Skala einzuordnen ist, bzw. wo Sie die Grenzen klein/mittel/groß sehen.

    Falls diese Frage in den Heften schon öfter erklärt wurde, würde ich mich auch über eine kurze E-Mail freuen.
    Herzlichen Dank im Voraus!

    Stellungnahme der Redaktion

    Eine richtig scharfe Definition verwenden wir hierbei nicht. Die Sichtbarkeit eines Objekts oder von Objektdetails hängt ja außer vom Teleskop auch sehr stark vom Wetter und der Himmels-Aufhellung ab. Insofern ist bei jeder solchen Angabe eine gewisse Unschärfe unvermeidlich. Dennoch ist die Frage berechtigt. Für Klaus-Peter Schröder, unseren hauptsächlichen Autor diesbezüglicher Beiträge, ist ein kleines Teleskop eines mit 8-10 cm Öffnung; 15-20 cm Durchmesser stellen für ihn ein mittleres Teleskop dar, und 25-50cm ein großes.
    U.B.

  • Frage zu einer historischen Himmelsbeobachtung

    20.01.2019, Prof. Dr. Klaus Peter Zeyer, Altomünster
    In der Chronik von Penzl über das ehemalige Kloster Indersdorf (Ldkr. Dachau) wird berichtet: "Im Februar 1745, und zwar am 15. des Monats und auch nachher den ganzen Monat lang bot sich den unbewaffneten Augen der Betrachter in klaren Nächten abends etwa um 8 Uhr ein neuer Stern im Westen dar, aber viel größer und leuchtender als die übrigen ...". Der Autor interpretiert diesen "Stern" als den schon weit entfernten Kometen Klinkenberg, der 1743/44 beobachtet wurde. Jedoch war der Komet Klinkenberg nur bis April 1744 zu sehen (Wikipedia, Komet Klinkenberg). Eine Alternative wäre eine Nova/Supernova, jedoch konnte ich keine Erscheinung im passenden Zeitraum finden. Ich habe die geozentrischen Positionen der fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten nach Ahnerts Tafeln berechnet und gefunden, dass im besagten Zeitraum nur Venus am Abendhimmel zu sehen war (Helligkeit ca. minus 3.8). Ich würde mich freuen, wenn andere Leserinnen und Leser mir mit Ideen weiterhelfen könnten. Besten Dank vorab!
  • Salar ist gefährdet

    17.01.2019, Wolfgang Sauer
    Hoffentlich bleibt uns diese phantastische Landschaft erhalten, aber ich habe meine Zweifel. Im Zuge des Aufschwungs der Batterieautos strecken schon (auch deutsche) Firmen ihre Fühler nach Bolivien aus, um im Salar Lithium abzubauen. Üblicherweise schlägt ein solcher Abbau schreckliche Wunden in die Landschaft. Die C02-Bilanz eines Batterieautos (nicht zu Verwechseln mit Elektroautos im Allgemeinen) soll erst nach ca. 200000 km günstiger sein als die eines Diesels oder auch eines Benziners.
  • Mondentfernung selbst messen

    14.01.2019, Dr. Mario Flory, Krakau
    Sehr geehrte Redaktion,

    mit großem Vergnügen habe ich den Artikel "Die Mondentfernung selbst messen" von Prof. Backhaus in SuW 1/2019 gelesen, leider fehlt dabei meine eigene "Lieblingsmethode". Diese geht bereits auf Aristarchos von Samos zurück und beruht auf der Beobachtung einer Mondfinsternis. Kurz gesagt kann man sich den Mond als Projektionsfläche vorstellen, der Kernschatten der Erde ist dabei die Projektion der Erde durch die Sonne. Die maßgebliche Größe die durch die Beobachtung nun festgestellt werden muss ist der scheinbare Winkeldurchmesser des Kernschattens auf Höhe der Mondbahn. Bei bekanntem Erdradius kann man dann mit etwas Trigonometrie die Erd-Mond Distanz abschätzen.

    Nähere Erläuterungen zu dieser Methode finden sich im Buch "Aristarchus of Samos, the ancient Copernicus" von Thomas Heath oder dem Englisch-sprachigem Wikipedia- Eintrag "On the Sizes and Distances (Aristarchus)" (https://en.wikipedia.org/wiki/On_the_Sizes_and_Distances_(Aristarchus) ).
  • Stoßfronten und Überschallgeschwindigkeit ?

    13.01.2019, Hans-Jürgen Schreyer, Kehlbach
    Wenn die weggeschleuderte Hülle eines explodierenden Sterns (einer Supernova) oder die relativistischen Materiestrahlen von Pulsaren oder eines extrem massereichen Schwarzen Lochs, die Jets, auf interstellare Materie (Gaswolken) treffen, dann entstehen Stoßwellen. An solchen Stoßfronten, die mit Überschallgeschwindigkeit durch das interstellare Gas pflügen, können Teilchen auf allerhöchste Energien beschleunigt werden. Wie funktioniert die Energieübertragung an diesen Stoßfronten auf die Teilchen des interstellaren Gases? Was bedeutet Überschallgeschwindigkeit im interstellaren Medium, und wie kann man sich diese vorstellen?

    Stellungnahme der Redaktion

    Die Antwort auf die erste Frage ist kompliziert. Sie ist ausführlich auf der Seite "Leser fragen, Experten antworten" in SuW 01/2017 (S. 8) beschrieben.

    Zur zweiten Frage: Das interstellare Medium ist ein sehr dünnes Gas. Wie jedes andere Gas besitzt es eine Schallgeschwindigkeit, die je nach Temperatur meist zwischen 1 km/s und einigen Dutzend km/s liegt. Sobald sich ein Körper mit mehr als dieser Geschwindigkeit durch das Gas bewegt, erzeugt er einen Überschallknall wie ein Düsenjäger, eine Kanonenkugel oder ein Meteor(it) in der irdischen Luft.

    U.B.

  • Auch transversaler Dopplereffekt

    07.12.2018, Rudi Knoth, München
    In dem Dokument steht, dass nicht nur die gravitative Rotverschiebung sondern der transversale Dopplereffekt zur Rotverschiebung beigetragen hat. In Zeit-Online gab es dazu einen entsprechenden Artikel mit de Link auf das Dokument.
  • Das Alter der Welt und die Bibel

    03.12.2018, Stephan Buchfellner, Waging am See
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin seit einigen Jahren begeisterter Abonnent Ihrer Zeitschrift. Der Weltraum mit seiner unglaublichen Weite fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Für mich persönlich ist das Universum einer der größten Beweise für die Existenz eines liebevollen Schöpfers.
    Zum Artikel "Das Alter der Welt" von Erik Høg (SuW 10/2018) möchte ich gerne etwas richtigstellen. Darin wurde erklärt, Zeugen Jehovas würden daran glauben, dass sich das Alter des Universums und der Erde auf wenige tausend Jahre belaufe. Diese Behauptung ist leider schlicht falsch. Ich bin selbst ein Zeuge Jehovas. Wie der Artikel ganz richtig ausführt, ist es sehr wichtig, Meinungen zu hinterfragen, bevor man sie übernimmt. So bin auch ich durch Hinterfragen und persönliche Überlegungen zu meiner Überzeugung gekommen.
    Zum Thema Alter der Welt ist folgendes zu sagen: Die Bibel spricht sehr wohl von Schöpfungstagen. Sie stützt aber keineswegs die Annahme, dass es sich dabei um 24-Stunden-Tage gehandelt haben muss. Eine solche Zeitangabe für die Entstehung der Welt würde in der Tat in krassem Widerspruch zu wissenschaftlichen Fakten stehen. Vielmehr werden in der Bibel mit dem Ausdruck "Tag" oft Zeitspannen unterschiedlicher Länge beschrieben. Die sechs Schöpfungstage waren demnach offensichtlich einfach lange Zeitperioden, in denen Gott die Erde geschaffen und bewohnbar gemacht hat. Der biblische Schöpfungsbericht widerspricht also nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Alter des Universums. Die Bibel ist kein wissenschaftliches Lehrbuch, aber wenn sie darüber Aussagen macht, stimmen diese immer mit gesicherten Erkenntnissen überein.

    Ansonsten möchte ich mich für Ihre tolle Zeitschrift bedanken und freue mich wie immer sehr auf die nächste Ausgabe.
  • Was schlug in Grönland ein?

    20.11.2018, Ralph Fischer

    In dem Artikel "Was schlug in Grönland ein?" ist mir folgender Satz aufgefallen:

    "... bis hinunter zu nur 12 000 Jahren für das Entstehungsalter aus, diese Frage muss nun dringend anhand weiterer geologischer Untersuchungen und radiometrischer Datierungen geklärt werden". Was könnte daran "dringend" sein?

    Mit freundlichen Grüßen


    Stellungnahme der Redaktion


    Mit "dringend" meinte ich, dass die Impaktforscher weltweit sehr gern wissen möchten, von wann der Krater wirklich ist. Ist er wirklich so jung, wie es das Forscherteam um Kurt Kjaer annimmt? Oder ist der Krater doch viel älter?

    Aus der Beantwortung dieser Fragen könnten sich auch wichtige Hinweise für die Ursachen der unterschiedlichen Warm- und Kaltzeiten während des seit drei Millionen Jahren anhaltenden Eiszeitalters, des Pleistozäns, ergeben. Innerhalb dieses Zeitalters befinden wir uns seit rund 12000 Jahren in einer zwischeneiszeitlichen Warmphase, dem Holozän.

    Dr. Tilmann Althaus


  • Erklärungsvarianten der gravitativen Rotverschiebung

    25.10.2018, Norbert Feist, Gersthofen
    In der Novemberausgabe wird im Artikel „Und wieder hatte Einstein Recht“ über die Messung der gravitativen Rotverschiebung im Schwerefeld eines massereichen Schwarzen Lochs berichtet. Früher (z. B. Pound Rebka Experiment) und vielfach heute noch wird dieser Effekt der ART erklärt, indem man dem Photon gemäß der SRT eine alternative Masse zuschreibt. Weil diese während der Bewegung entgegen der Schwerkraft Arbeit auf Kosten ihrer eigenen Energie aufwenden müsse, würde sich dabei die Frequenz des Photons verringern. Auch in obigem Artikel heißt es „Das Licht braucht etwas von seiner eigenen Energie, um aus dem Potenzial zu entkommen“.

    In Wikipedia ( https://de.wikipedia.org/wiki/Tests_der_allgemeinen_Relativitätstheorie#Gravitative_Rotverschiebung ) z. B. steht in Bezug auf den äquivalenten umgekehrten Fall der gravitativen Blauverschiebung „Solch einfache Herleitungen übergehen allerdings die Tatsache, dass in der ART vielmehr Uhrengangraten als Energien verglichen werden. Mit anderen Worten, die „höhere Energie“ des Photons nachdem es gefallen ist, kann auch dem langsamen Gang der Uhren in tieferen Bereichen des Gravitationspotentials zugeschrieben werden.“

    Man kann dies als unterschiedliche Betrachtungsweisen abtun. Aber letztlich handelt es sich doch wohl bei diesem wichtigen relativistischen Effekt um eine gravitative Zeitdilatation, primär also auch um einen Einfluss auf die emittierende Quelle (Atom) und nicht auf das Photon. Nur ist die Frequenz des Oszillators nicht wie in der SRT von seiner Bewegung sondern von der Stärke des Gravitationsfeldes abhängig. Nicht umsonst muß man die Gangrate der GPS-Satellitenuhren vor dem Launch um einen bestimmten Betrag (4,4·10−10 ) gegenüber der der Bodenuhren verringern, damit diese dann „oben“ nicht schneller gehen als die Bodenuhren.


    Stellungnahme der Redaktion


    An sich sind beide Sichtweisen "richtig", aber die allgemein-relativistische ist vorzuziehen. Zwar verliert das Photon beim Aufsteigen aus dem Gravitationsfeld "wirklich" die genannte Energiedifferenz, aber nicht wirklich, weil es Arbeit (im klassischen bzw. speziell-relativistischen Sinn) leistet, sondern - viel konsequenter relativistisch gesehen - wegen des von außen gesehenen langsameren Gangs der atomaren "Uhren" tief unten im Gravitationsfeld.

    Insoweit gebe ich Herrn Feist freudig Recht. An einem Punkt möchte ich Herrn Feist im gleichen Sinne sogar noch etwas präzisieren: Es ist auch nicht ein "Einfluss auf die emittierende Quelle", die die Rotverschiebung verursacht, sondern es ist wirklich und ausschließlich der Unterschied zwischen der Lage der emittierenden Quelle und der Lage des Empfängers. Das emittierende Atom schwingt nicht langsamer, es weiß nichts von dem gravitativen Potential, in dem es sich befindet. Es hat exakt die gleichen Eigenschaften, die es hier auf der Erde oder irgendwo im interstellaren Raum hätte.

    Ulrich Bastian

  • Sehr große Parallaxenwerte im Gaia DR2 Katalog

    14.10.2018, Ulf Poschmann
    Sehr geehrte SuW Redaktion,
    ich möchte mir eine Liste der sonnennächsten Sterne aus dem Gaia DR2 Katalog erstellen. Dazu habe ich die Suche auf Objekte mit Parallaxen > 500 mas über den gesamten Himmel eingeschränkt.
    Von den 174 Objekten haben 5 sogar Parallaxen von mehr als 1500(!) mas. Der relative Parallaxenfehler von diesen ist kleiner als 0.002. Das Messergebnis sollte also sehr genau sein und diese Objekte näher als Proxima Centauri liegen:
    Gaia DR2 4062964299525805952 - Parallaxe (mas): 1851.8821404624455
    Gaia DR2 4065202424204492928 - Parallaxe (mas): 1847.4333489420278
    Gaia DR2 4051942623265668864 - Parallaxe (mas): 1686.2659581841303
    Gaia DR2 4048978992784308992 - Parallaxe (mas): 1634.2833535533089
    Gaia DR2 4059168373166457472 - Parallaxe (mas): 1513.989051313032

    Ausserdem sind diese 174 sehr nahen Sterne stark zum galaktischen Zentrum hin konzentriert. Das hätte ich für die Sterne der allernächsten Sonnenumgebung von 2 Parsec so nicht erwartet.

    Vielleicht kann einer ihrer Gaia-Experten einen Hinweis dazu geben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ulf Poschmann

    Stellungnahme der Redaktion

    Das ist eine sehr gute Frage. Es handelt sich bei diesen 174 Sternen um ziemlich offensichtliche grobe Fehler im Gaia DR2. Wie diese zustande kommen, und warum man sie nicht von vornherein einfach aus dem Katalog weggestrichen hat, das ist ganz kurz in SuW 6/2018 (S. 45) und ausführlich in der Original-Veröffentlichung zu den astrometrischen Daten des Gaia DR2 (siehe Astron&Astrophys 616, A2, 2018 bzw. https://arxiv.org/abs/1804.09366; auf den letzten 5 Seiten des Artikels) erklärt. Die Originalpublikation gibt auch Hinweise, wie ein Katalog-Benutzer die große Mehrheit dieser groben Fehler umgehen kann.

    Der Sachverhalt ist zu kompliziert für eine komplette Erklärung im Rahmen einer Leserbriefantwort. Ich habe Herrn Poschmann allerdings in einem Telefongespräch konkretere Hinweise gegeben.

    U. Bastian
    (zufällig sowohl SuW-Leserbriefredakteur und Gaia-Experte)

  • Sonnenwindgeschwindigkeit

    28.09.2018, Thomas Papst, Niemetal
    Im Heft 9/2018 steht auf der Seite 37 zu der Geschwindigkeit des Sonnenwindes, dass dieser von den koronaren Löchern 15 bis 60 Minuten benötigt. Bei 15 Minuten wäre das eine Geschwindigkeit von ca. 50% der Lichtgeschwindigkeit. Ich nehme stark an, Sie haben sich dort verschrieben. Stunden statt Minuten käme den Angaben aus Wikipedia (...Der schnelle Sonnenwind benötigt etwa 2 bis 4 Tage, um die Region der Erde zu erreichen...) deutlich näher, und auch meiner Vorstellung vom Sonnenwind.

    Stellungnahme der Redaktion

    Nicht verschrieben haben wir uns, aber zugegebenermaßen unklar ausgedrückt. Gemeint ist, dass der Sonnenwidn vom Lagrangepunkt L1 bis zur Erde 15 bis 60 Minuten benötigt. So wie der Satz im Heft formuliert ist, kann man ihn aber tatsächlich auch so lesen, dass die Zeit von den koronaren Löchern bis zur Erde gemeint sei. Und dann ist der Satz falsch.
    Vielen Dank für den Hinweis.
    U.B.

  • Das Alter der Welt im religiösen Sinne

    26.09.2018, Martin Schade, Bützow
    Der Begriff "Welt" ist mehrdeutig - z.B. "Meine kleine Welt", "Rocannons Welt" usf. Daher wäre erst zu überlegen, was die Bibel mit "Welt" eigentlich meint. Ich hatte dazu ein aufschlußreiches Gespräch mit den Zeugen Jehovas, die mir erklärten, in griechischen Originalen stehe an diesen Stellen "Kosmos", was damals aber nicht wie heute den Bereich oberhalb der Erdatmosphäre bedeutet habe. Damals habe er für Ordnung gestanden.
    Die Überlegung - was nun sinnvoller Weise einzusetzen sei - hat mich zur Annahme gebracht, dass damit der Austausch von Waren - zuerst Ware gegen Ware, später gegen Geld - gemeint sei. Und "dass die Welt vor rund 6000 Jahren entstanden sei" erscheint mir durchaus plausibel - früher werden unsere Vorfahren wohl keinen Handel getrieben haben.
    Dieses ist ein schönes Beispiel dafür, dass sich der Inhalt der Begriffe ändert. Ich habe auch schon erlebt, dass Worte manchmal bevorzugt in einem speziellen Zusammenhang verwendet werden, und dass man daraufhin, wenn dieses Wort vorkommt, diesen Zusammenhang voaussetzt. Einige Jahre später kann das wieder anders sein, und Texte aus dieser Zeit sind erst nach einem Umdenken verständlich.


  • Titelbild

    14.09.2018, Cyril Quadri
    Guten Tag,
    ich finde es etwas irreführend, dass für diesen Artikel scheinbar, respektive offensichtlich, ein Bild des Asteroiden Ryugu verwendet wurde, dies aber nicht erwähnt wird.
    Freundliche Grüsse

    Stellungnahme der Redaktion

    Das Aufmacherbild zeigt tatsächlich Ryugu; von 2018 RC gab es zum Zeitpunkt des Artikels keinerlei geeignete Abbildungen. Der Einwand von Herr Quadri ist insofern berechtigt, als wir nicht angegeben haben, dass es sich um Ryugu handelt. Andererseits ist es richtig, in einem solchen Fall ein anderes - ähnliches - Objekt zu zeigen; ein aussagekräftiges Bild ist für den Aufmerksamkeitserfolg eines Artikels stets entscheidend.

    U.B.

  • Anomalie bei swing by

    14.08.2018, Roman Jakob, Frankenthal


    Die Gravitationswirkung der Erde differiert an jedem Ort der Erde zwar minimal, aber eben durch Dichteunterschiede der Erdkruste. Somit ist abhängig von der Drehrichtung der Erde zum jeweiligen Satelliten ein veränderter Kraftvektor anzunehmen. Des weiteren sind wohl Wirkungen von der Stellung des Mondes zum Satelliten vorhanden. Ausschließen kann man sicherlich auch nicht die Gravitation der anderen Planeten in Abhängigkeit der Entfernung und Richtung zum Satelliten. Spekulativ möchte ich auch den rotierenden Erdkern nennen. Wer die Anomalie mathematisch fassen könnte hätte den Nobelpreis verdient.

    Stellungnahme der Redaktion

    Da die Fly-by-Anomalie beim zweiten und dritten Fly-by der Raumsonde Rosetta nicht auftrat, halten sowohl Forscher der „International Flyby Collaboration“ am International Space Science Institute (ISSI), Bern, als auch die Bahnberechner der ESOC in Darmstadt inzwischen eine Ungenauigkeit im aus den 1960er Jahren stammenden Algorithmus, den sämtliche Computerprogramme zur Berechnung von Fly-bys benutzen, für die wahrscheinliche Ursache.

  • SuW 9 - Hayabusa-2

    13.08.2018, Dieter Horand, Niederkrüchten


    Ich hoffe, dass dem Bericht von Tilmann Althaus in SuW 9/2018, S. 18 noch viele weitere zu diesem Thema folgen. Wird das ein Rosetta vergleichbares wissenschaftliches Abenteuer werden? Hoffentlich.
    Kleine Frage am Rande: Aufgrund der Rotations-Animation müsste der 150 Meter große Block doch am Südpol, nicht am Nordpol, von Ryugu liegen?


    Stellungnahme der Redaktion

    Wir verfolgen das Thema intensiv und werden auf jeden Fall wieder darüber berichten, wenn es neue Erkenntnisse gibt. Ich denke schon, dass die Mission von Hayabusa-2 so spannend wird wie jene von Rosetta, besonders mit der Rückführung von Gesteinsproben des Asteroiden zur Erde.

    Zu Herrn Horands Frage: Der große Felsbrocken befindet sich tatsächlich am Nordpol von Ryugu. Der Asteroid rotiert nämlich retrograd, also gegenläufig zum Rotationssinn der Erde, in 7,63 Stunden um seine Achse.

    Noch eine kleine Zusatzinformation: Man findet die neuesten Bilder von Hayabusa-2 laufend auf dieser englischsprachigen Webseite der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA: http://www.hayabusa2.jaxa.jp/en/

    Dr. Tilmann Althaus