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Kompaktlexikon der Biologie: Laridae

Laridae, Möwenvögel, Fam. der Vögel mit rund 90 Arten, die auf die Unterfam. Möwen (Larinae) und Seeschwalben (Sterninae) verteilt sind. Die Möwen sind gesellig lebende, langflügelige Seevögel, mit breiten Flügeln und Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Der Schwanz ist gerade oder gerundet. Die Jungmöwen sind meist braun mit dunklem Band am Schwanzende. Sie werden im Verlauf des Adultwerdens (meist drei bis vier Jahre) immer heller. Ihre Nahrung ist vielfältig: Wirbellose, Fische, kleine Wirbeltiere, Vogeleier, organische Abfälle. Die meisten Möwenarten brüten in großen Kolonien auf Felsen, in Dünen oder im Röhricht. Häufigste einheimische Arten sind die Lachmöwe (Larus ridibundus; bis 46 cm), mit roten Beinen und im Prachtkleid mit schokoladenbraunem Kopf und die bis 67 cm große Silbermöwe (Larus argentatus) mit fleischfarbenen Beinen, gelbem Schnabel mit rotem Fleck und silbergrauen Flügeln. Der Silbermöwe ähnlich, aber kleiner, mit gelben Beinen und ohne roten Schnabelfleck ist die Sturmmöwe (Larus canus). Mit bis 78 cm die größte Möwe ist die Mantelmöwe (Larus marinus) mit schiefergrauen Flügeln und fleischfarbenen Beinen. Ähnlich in der Färbung, aber etwa so groß wie die Silbermöwe und mit gelben Beinen ist die Heringsmöwe (Larus fuscus).

Die Seeschwalben sehen meist aus wie kleine zierliche Möwen mit langen, schmalen Flügeln und gegabeltem Schwanz. Sie sind außerordentlich geschickte Flieger; typisch ist der Beutefang durch Stoßtauchen. Einheimische Arten sind die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea; bis 35 cm) mit schwarzer Kopfkappe und rotem Schnabel und Beinen und die sehr ähnliche Fluss-Seeschwalbe (Sterna hirundo), die von ersterer zur Brutzeit durch eine schwarze Schnabelspitze unterschieden werden kann. Kleinste Art der Region ist die Zwergseeschwalbe (Sterna albifrons; bis 24 cm).

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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