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Kompaktlexikon der Biologie: Siphonaptera

Siphonaptera, Flöhe, zu den Insecta gehörendes Taxon mit etwa 2400 Arten, von denen 70 in Mitteleuropa bekannt sind. Flöhe sind 1,5 bis maximal 6 mm lang und leben als adulte Tiere durchweg als Blut saugende Ektoparasiten vor allem auf Säugetieren, wenige Arten auch auf Vögeln. Auf ihrem Wirt halten sie sich nur zur Nahrungsaufnahme auf, sonst sind sie in ihrem Nest. Typische Kennzeichen (Autapomorphien) sind der von einer festen, glatten Cuticula umgebene seitlich stark zusammengedrückte Körper, ein nach hinten gerichteter Zahnkamm (Ctenidium) am Kopf, die als Sprungbeine ausgebildeten Hinterbeine sowie eine Pygidialplatte am zehnten Abdominalsegment, die in Gruben stehende Trichobothrien trägt. S. sind immer flügellos. Alle Haare und Borsten sind nach hinten gerichtet, sodass sich die Flöhe leicht im Haar- bzw. Federkleid des Wirts fortbewegen können. Die Mundwerkzeuge sind stechend-saugend. Bei der Kopulation sitzt das Weibchen auf dem Männchen. Nach Ablage der Eier ist eine Blutmahlzeit erforderlich. Die Larven sind 4 – 7 mm lang, gelbweiß und haben keine Augen und Beine. Die Entwicklung geht über drei Larvenstadien, wobei sich die Larven von organischem Substrat und dem ins Nest des Wirts abgegebenen bluthaltigen Kot der Imagines ernähren. Bekannteste Art ist der Menschenfloh (Pulex irritans).

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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