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Im Rückblick



1953

Elektrokardiographie beim Ungeborenen

Von der Bauchoberfläche der Mutter läßt sich das Elektrokardiogramm unter Verwendung eines besonderen Schwachstromverstärkers ... schon im dritten Monat der Schwangerschaft ableiten. Das Verfahren eignet sich somit zur Frühdiagnose der Schwangerschaft, wobei ein besonderer Vorteil darin zu sehen ist, daß im Gegensatz zu den biologischen Schwangerschaftsreaktionen das Resultat sofort zur Verfügung steht ... Die größte Bedeutung erlangt die fetale Elektrokardiographie, wenn es zu entscheiden gilt, ob die Frucht etwa abgestorben ist ... (Umschau, 53. Jg, Heft 13, 1. Juli 1953, S. 410)

Batterielose Fernsprecher

Eine interessante Anwendung sind die Autobahn-Fernmeldesäulen, die erstmalig auf der Strecke Frankfurt – Bonn von der Siemens und Halske AG. aufgestellt wurden. ... Man kann von jeder Säule aus die nächste Straßenmeisterei anrufen. In der entgegengesetzten Sprechrichtung ist das mit dem Trichter ausgerüstete Telephon in 40 bis 50 cm Abstand noch gut vernehmbar. Diese Lautsprecherwirkung wird dadurch ermöglicht, daß in der Straßenmeisterei in ein Kohlemikrophon gesprochen wird. Dort steht ja das Lichtnetz und damit auch Speisestrom zur Verfügung, während die Zuführung des Speisestroms zu jeder Fernmeldesäule mit erheblichen Mehrkosten verbunden gewesen wäre.(Umschau, 53. Jg, Heft 14, 15. Juli 1953, S. 427)

Welches ist der längste Fluß der Erde?

Nach einer Mitteilung der Bundesanstalt für Landeskunde haben neue Berechnungen ergeben, daß die alte Schulweisheit, der Mississippi und Missouri sei das längste Flußsystem der Erde, nicht aufrecht erhalten werden kann. Der längste und zugleich wasserreichste, also praktisch der größte Strom der Erde, ist der Amazonenstrom in Südamerika mit 6518 Kilometer. Ihm folgt der alt-ehrwürdige Nil mit dem Kagera, die zusammen eine Länge von 6324 Kilometer haben und dann erst kommen Nordamerikas Riesen, der Mississippi mit Missouri, zusammen 6051 Kilometer. Der längste Strom Asiens ist der Jangtsekiang.(Orion, 8. Jg, Nr. 13/14, Juli 1953)

1903

Schutzmaske gegen Staub

In manchen Betrieben kann es zweckmässig sein, den Arbeiter mit einer Staubmaske auszurüsten ... Bei der Staubmaske ist eine Zuleitung für die Luft von aussen in der Weise vorgesehen, dass das in der Maske befindliche Aluminiumrohr ein Anschlussstück für die Luftleitung hat, während die innere Mündung des Anschlussstückes mit Filz ausgepolstert ist, um jeden Druck auf den Kopf des Arbeiters nach Möglichkeit zu vermeiden. Durch vorgesehene Vertheiler wird die zugeführte frische Luft innerhalb der Maske über das Gesicht des Arbeiters vertheilt. (Hannoversches Gewerbeblatt, Nr. 14, S. 105, 1903)

Aus dem Leben der Ameisen

Zu den merkwürdigsten Zügen des Ameisenlebens gehören die Vergesellschaftungen zwischen Ameisen verschiedener Arten. Wheeler macht Mitteilung über die Symbiose zwischen Myrmica brevionodis Emery und der kleinen Leptothoraxart. Die letztere Art stellt sich im Nest der größeren eine Kammer her. Nur in einem Falle sah Wheeler eine Ameise dieser Art selbst Honig holen. Meistens erbettelten sie sich Nahrung von den Arbeitern der Myrmica, welchen sie auf den Rücken stiegen und sie beleckten.(Der Stein der Weisen, Bd. 29, S. 216, 1903)

Telephon als Operationsbesteck

In Londoner Krankenhäusern wird seit einiger Zeit der Fernsprecher als Hilfsmittel beim Suchen von Kugeln oder anderen metallischen Gegenständen im menschlichen Körper benutzt. ... Mit einem Fernhörer sind durch Drähte einerseits eine Sonde, andererseits eine Plattte verbunden, die Platte wird an den Körper des Patienten angelegt; zur Herstellung einer innigen Verbindung legt man einen nassen Schwamm oder mit Salzwasser getränktes Fliesspapier unter. Der Arzt nimmt den Fernhörer an das Ohr. Führt man die Sonde in die Wunde ein, so ist der Stromkreis geschlossen, wenn die Sonde den metallischen Köper berührt; sie vibriert dann, und in dem Fernhörer ist ein Summen vernehmbar. (Der Mechaniker, Jg. 11, No. 13, S. 153, 1903)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 7 / 2003, Seite 83
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
7 / 2003

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 7 / 2003

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