Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Künstliche Intelligenz: Reaktionsabläufe rasch analysiert

Die molekularen Abläufe einer chemischen Reaktion zu entschlüsseln, erfordert bislang harte Arbeit und jede Menge Expertenwissen. Mit einem neuen maschinellen Lernmodell könnte das jetzt deutlich einfacher und schneller gehen.
Mittels Strom hauchen Chemiker tot geglaubten Reaktionen neues Leben ein und revolutionieren die organische Synthese.
Wie Reaktionen genau ablaufen, ist mitunter kompliziert zu ermitteln.

Um eine neue chemische Reaktion zu entwerfen, braucht es zum einen genügend experimentelle Daten, zum anderen müssen sie entsprechend auswertbar sein. Besonders wichtig ist es, katalytische Reaktionen zu verstehen, denn sie sind die effizientesten chemischen Prozesse. Ausgerechnet deren Mechanismen sind aber besonders knifflig zu entschlüsseln, so dass man den molekularen Vorgängen nur mit viel Fachwissen in theoretischer sowie physikalischer organischer Chemie auf die Spur kommt.

Ein Modell auf Basis maschinellen Lernens, das Jordi Burés und Igor Larrosa von der University of Manchester (UK) jetzt entwickelt haben, könnte die Untersuchung von Reaktionsmechanismen deutlich vereinfachen. Das System klassifiziert die molekularen Abläufe katalytischer Reaktionen anhand ihrer typischen Zeitverläufe. Das Praktische dabei: Das Modell braucht nur die Daten aus wenigen Experimenten, um eine Reaktion treffsicher der richtigen Mechanismusklasse zuzuordnen.

Auf der Suche nach dem molekularen Mechanismus einer katalytischen Reaktion sammelt man zunächst eine Fülle von Hinweisen darauf, wie die Ausgangsstoffe zusammenfinden, mit dem Katalysator sowie miteinander reagieren und schließlich die Produkte bilden. Bei einer der leistungsfähigsten Untersuchungstechniken, der kinetischen Analyse, beobachten Fachleute den Zerfall der Ausgangsstoffe und die Bildung der Produkte im Zeitverlauf. Wie rasch diese Prozesse ablaufen, lässt sich am besten anhand so genannter Geschwindigkeitsgesetze beschreiben …

Kennen Sie schon …

Spektrum Kompakt – KI-Sprachmodelle

Mit ChatGPT, Claude oder Gemini lässt es sich gut reden: Sie wirken menschlich und scheinen uns zu verstehen. Manche Menschen bauen sogar eine romantische Beziehung zum Chatbot auf. Doch die ständige Bestätigung macht uns auch anfällig für Manipulation und kann sogar wahnhaftes Denken verursachen.

Spektrum MINT – Photovoltaik der Zukunft

Solarstrom erobert Balkone, Dächer und die Welt. Doch während Photovoltaik immer günstiger wird und für mehr Unabhängigkeit sorgt, warnt die Forschung. Für ein nachhaltiges Wachstum muss schon heute an eventuelle Ressourcenprobleme, neue Materialien und Recycling gedacht werden.

Spektrum der Wissenschaft – Wird KI uns überflügeln?

Künstliche Intelligenz ist bereits in vielen Bereichen im Einsatz und kann dabei viel Gutes bewirken. Ihre rasante Entwicklung schürt jedoch auch Ängste. Im Interview erläutert die Sozioinformatikerin Katharina Zweig die Grenzen der Technologie – und erklärt, warum KI den Menschen nicht ersetzt. Mit diesem Beitrag starten wir die Serie »Intelligenz aus zwei Welten«, die sich den facettenreichen Aspekten künstlicher Intelligenz widmet. Darüber hinaus enthält diese Ausgabe Beiträge zu mRNA-basierten Krebsimpfstoffen, die gegenwärtig in die klinische Anwendung kommen, zu Georg Cantors bedeutendstem mathematischen Werk, das sich als Plagiat erwiesen hat, sowie zu den Bemühungen des Artenschutzes um die letzten Orcas der Salish Sea.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.