Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Archäologie: Mit der U-Bahn durch den Römerhafen

In Köln wird eine neue U-Bahn-Linie gebaut. Ein willkommener Anlass für Archäologen, die Unterwelt der Domstadt – und ihre zweitausendjährige Geschichte – näher zu erforschen.
Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit« hieß das Buch, mit dem uns Rudolf Pörtner (1912–2001) vor fast 50 Jahren ins antike Köln führte. Dazu war der Journalist und Schriftsteller zusammen mit seinen Lesern symbolisch im Lift des Rathauses in die Vergangenheit gefahren. Heute ist es eine neue U-Bahn-Strecke, die Archäologen die einmalige Gelegenheit bietet, das historische Stadtzentrum zu erkunden. An sieben Haltestellen muss gegraben werden – bis zu 13 Meter tief, quer durch alle archäologischen Schichten. Was dabei zu Tage gefördert wird, zeugt von mehr als 2000 Jahren Geschichte – von der römischen Stadt über die mittelalterliche Metropole bis zur preußischen Fes­tung des 19. Jahrhunderts.

Historiker datieren die Gründung Kölns auf die Jahre zwischen 19 und 14 v. Chr. Nach dem Tod von Julius Cäsar (100–44 v. Chr.) hatte der spätere Kaiser Augustus (63 v. Chr.–14 n. Chr.) seinen Vertrau-ten und Schwiegersohn Marcus Agrippa (63–12 v. Chr.) beauftragt, endlich die Verhältnisse in Gallien zu ordnen. Um den Rhein als Ostgrenze der Provinz zu sichern, holte der Feldherr den romfreundlichen germanischen Stamm der Ubier über den Rhein. Als Zentrum ihrer neuen Gemeinde bauten die Römer ihnen eine Stadt, das Oppidum Ubiorum. Es war also offensichtlich die römische Armee, die den Grundstein für das spätere Köln legte: quadratischer Grundriss, eine Achse von Norden nach Süden, eine von West nach Ost. Nur im Süden und Osten wurde der Stadtverlauf den natürlichen Gegebenheiten etwas angepasst.

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – Der Brotbaum verdurstet

Fichtendickichte dicht an dicht – das ist Deutschlands Forstwirtschaft. Noch jedenfalls. Dem schnell wachsenden »Brotbaum« der Holzproduktion wird es hier zu Lande zu heiß und zu trocken.

Spektrum - Die Woche – Das Universum so scharf wie nie zuvor

Pannen, Verzögerungen und Mikrometeoriten – das James-Webb-Teleskop hatte es bisher nicht leicht. Doch schon seine ersten Aufnahmen sind schärfer und tiefer als alles zuvor. Außerdem widmen wir uns in dieser Ausgabe der kommenden Hitzewelle, Cannabis und der zweiten Boosterimpfung gegen Covid-19.

Spektrum - Die Woche – Wie gefährlich sind die Affenpocken?

Die Affenpocken breiten sich aus. Zwar verläuft die Krankheit eher mild, trotzdem kommen in einigen Ländern bereits Ringimpfungen zum Einsatz. Wie sinnvoll ist das? Und könnte das Virus auch hierzulande bei Tieren heimisch werden? Außerdem in dieser »Woche«: Wie sieht guter Sportunterricht aus? (€)

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!