Direkt zum Inhalt

Neurologie : Zwei Wege zum Schmerz

Lange gingen Wissenschaftler davon aus, dass Schmerzempfindungen bei Männern und Frauen auf die gleiche Weise entstehen. Doch das ist ein Irrtum.
Frau vergräbt Kopf in den HändenLaden...

Eigentlich wollte Robert Sorge im Jahr 2009 Schmerzen bei Mäusen erforschen – doch am Ende war es sein eigener Schädel, der brummte. Der Wissenschaftler hatte an der McGill University in Montreal, Kanada, versucht, Tiere experimentell besonders berührungsempfindlich zu machen um zu untersuchen, wie eine solche Hypersensitivität entsteht. Anschließend testete er, ob seine Anstrengungen geglückt waren, indem er die Pfoten von Mäusen mit feinen Härchen anstupste, welche die Nager im Normalfall gar nicht stören würden. Die männlichen Nager verhielten sich daraufhin so wie erwartet: Sie zogen ihre Extremitäten schon bei dem geringsten Kontakt zurück.

Anders sah es hingegen bei den Weibchen aus. »Es hat bei ihnen einfach nicht funktioniert«, erinnert sich Sorge, der inzwischen Verhaltensforscher an der University of Alabama in Birmingham ist. Später sollte er gemeinsam mit dem Schmerzexperten Jeffrey Mogil von der McGill University den Grund dafür herausfinden: Offenbar entsteht diese Art von Schmerzüberempfindlichkeit bei männlichen und weiblichen Mäusen auf unterschiedlichen Wegen, an denen auch verschiedene Typen von Immunzellen beteiligt sind …

9/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 9/2019

Kennen Sie schon …

47/2019

Spektrum - Die Woche – 47/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns der Ernährung, Klosprüchen und Windeln.

Die 7 Todsünden - Dunkle Facetten unseres Charakters

Spektrum Kompakt – Die 7 Todsünden - Dunkle Facetten unseres Charakters

Stolz, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit davon sind zentrale Facetten unserer Persönlichkeit - ganz unabhängig davon, ob man an »Todsünden« glaubt oder nicht.

Dossier 4/2019

Gehirn&Geist – Dossier 4/2019: Die Eroberung des Gehirns

Die Eroberung des Gehirns: Wegweisende Methoden – neue Einsichten: Organoide: Minihirne aus dem Baukasten • Hirnscans: Was die bunten Bilder aussagen • Neuronale Netze: Dem Schaltplan auf der Spur

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!