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Ökosystem: Fische säubern angeschlagene Korallenriffe

Pflanzenfressende Fische helfen nach einer Korallenbleiche, die Riffe von Algen und anderen Pflanzen freizuhalten und so das Überleben der Korallen zu sichern, entdeckte ein Forscherteam um Terry Hughes von der australischen James-Cook-Universität.

Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie mehrere Korallenbänke, bei denen es zur so genannten Korallenbleiche gekommen war. Diese tritt ein, wenn es den Blumentieren durch eine erhöhte Wassertemperatur dauerhaft zu warm wird. Sie stoßen in der Folge die Algen ab, mit denen sie in Symbiose leben und erbleichen. Die Tiere sterben, wenn sie nicht nach wenigen Wochen neue Algen angesiedelt haben.

Um die Rolle des Ökosystems bei diesem Prozess zu untersuchen, installierten Hughes und seine Kollegen im artenreichen Great Barrier Reef Marine Park vor der Küste Australiens mehrere Käfige über den Korallenbänken. Auf diese Weise waren größere Fische von den Riffen abgeschnitten. Über drei Jahre verglichen die Forscher nun die Entwicklung dieser Bereiche mit solchen, die unter normalen Bedingungen existierten.

Dabei stellten sie bei den unvergitterten Abschnitten ein zwanzigprozentiges Korallenwachstum fest. Gleichzeitig blieb der Wuchs von Pflanzen oder großer Algen gering. In den vergitterten Bereichen jedoch nahm der Bewuchs an Makroalgen stark zu. Die Korallen konnten hingegen keine symbiontischen Algen an sich binden und starben. Die Forscher schließen hieraus, dass pflanzenfressende Fische dabei helfen, die Riffe von einem übermäßigen Bewuchs zu bewahren und so den Lebensraum für die Korallentiere und ihre Symbionten zu sichern.

Ihre Ergebnisse legten daher nahe, dass die Überfischung der Meere indirekt auch die Korallen zusätzlich in Bedrängnis bringen könnte, die bereits durch die Temperaturerhöhungen geschwächt sind. (tak)

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