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Neurologie: Hirnschädigungen bei Frühgeborenen durch Infektionen statt Sauerstoffmangel

Nicht Sauerstoffmangel, sondern bakterielle Infektionen stellen die größte Gefahr für Frühgeborene dar, behaupten amerikanische Mediziner. Die Wissenschaftler um Ernest Graham von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hatten die Fälle von 150 Kindern untersucht, die im Zeitraum von 1994 bis 2001 nach einer Frühgeburt mit Schädigungen in der weißen Hirnsubstanz auf die Welt gekommen waren.

Dabei gab es nur in drei bis sechs Prozent der Fälle Hinweise auf einen Sauerstoffmangel, der zu den Hirnschädigungen geführt haben könnte. Dagegen traten bei Neugeborenen, bei denen eine bakterielle Infektion nachgewiesen werden konnte, zwei- bis viermal so häufig Hirnschädigungen auf als bei nicht-infizierten Babys. Die Wissenschaftler warnen daher vor einer Unterschätzung des Risikos bakterieller Infektionen rund um die Geburt.
26.10.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 26.10.2004

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