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Schwarze Löcher: Materie im Sog eines Schwarzen Lochs beobachtet

Astronomen um Kazushi Iwasawa vom Institute of Astronomy in Cambridge haben mit dem Röntgenteleskop XMM Newton der europäischen Weltraumagentur ESA verfolgt, wie in einer Nachbargalaxie Materie in das zentrale Schwarze Loch fällt. Einen Tag lang zeichneten sie das Spektrum der heißen Gase auf und berechneten daraus sowohl die Daten des Umlaufs wie auch die Masse des Schwarzen Lochs. Obwohl die Umlaufbahn etwa dem Erdorbit um die Sonne entspricht, vollführte das ferne Gas innerhalb von 24 Stunden gleich vier volle Umrundungen, angetrieben von der starken Gravitationskraft.

Die Masse des Schwarzen Lochs im Zentrum der 100 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie NGC 3516 im Sternbild Großer Bär bestimmten die Forscher auf 10 bis 50 Millionen Sonnenmassen. Der Wert stimmt mit früheren Berechnungen auf Grundlage anderer Beobachtungen überein. Erstaunlich ist nach Angabe der Wissenschaftler, dass derart exakte Informationen über weit entfernte Objekte auch mit Röntgenteleskopen zu gewinnen sind.

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