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Beleuchtung: Neue LEDs produzieren angenehmes Licht

Eine Beschichtung aus Nanokristallen lässt das Licht von LEDs (Licht emittierenden Dioden) wärmer und weniger klinisch erscheinen. Bislang verhindert der als unangenehm empfundene bläuliche Farbton der energiesparenden Leuchten ihren Einsatz im Alltag.

Forschern um Hilmi Volkan Demir von der Bilkent-Universität in Ankara beschichteten blaue LEDs mit einer Schicht aus unterschiedlich großen Kristallen, deren Kern aus Kadmiumselenid und deren Hülle aus Zinksulfid besteht. Diese absorbieren einen Teil des blauen Lichts und emittieren dafür rotes und grünes Licht. Insgesamt ergibt sich so eine weiße Farbe.

Ihre Leuchten haben einen Farbwiedergabeindex von mehr als achtzig – gewöhnliche Glühlampen setzen mit einem Index von hundert den Maßstab: In ihrem Licht erscheinen Objekte in ihrer gewohnten Farbe. Bereits existierende weiße LEDs basieren ebenfalls auf blau leuchtenden Dioden, die mit einem photolumineszierenden Material beschichtet sind. Die Farbwiedergabe ist hier jedoch stärker verfälscht.

Da Nanokristalle Licht in einem engeren Wellenlängenbereich als das üblicherweise verwendete Beschichtungsmaterial aussenden, kann das Emissionsspektrum der LED feiner abgestimmt werden. Zudem beträgt die abgestrahlte Lichtstärke pro Watt etwa das Fünffache einer Energiesparlampe, das Zehnfache einer mit Leuchtstoff beschichteten LED sowie das Zwanzigfache einer gewöhnlichen Glühlampe. Ein Manko der neuen LEDs ist allerdings die relativ schwierige und damit teure Herstellung der Nanokristalle. (mp)

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