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News: Tod durch Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten belegen nach Herz-Kreislauferkrankungen Platz zwei auf der Liste der Todesursachen. 1998 fielen ihnen nach Angaben der Weltgesundheitorganisation rund 13,3 Millionen Menschen zum Opfer - das sind etwa 25 Prozent aller Todesfälle weltweit.
Während die Industrienationen mit rigorosem Medikamenteneinsatz und entsprechenden Hygiene- und Präventionsmaßnahmen im Kampf gegen die Infektionskrankheiten punkten, stellen Krankheitserreger besonders für die Bevölkerung in den Entwicklungsländern eine akute Bedrohung dar: In Afrika und Südostasien waren 1998 laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 45 Prozent der Todesfälle infektionsbedingt, weltweit gingen außerdem 63 Prozent der Sterbefälle bei Kindern bis vier Jahren auf das Konto von Infekten.

Als häufigste Todesursache erwiesen sich 1998 Atemwegsinfektionen wie Lungenentzündung und Grippe, die zusammen 3,5 Millionen Todesopfer forderten. An Aids starben im selben Jahr rund 2,3 Millionen Menschen. Auch Durchfall, Tuberkulose, Malaria und Masern führen jährlich zu Millionen von Todesfällen.

Medizinische Errungenschaften wie Antibiotika könnten aber durch sorglosen Gebrauch auch zum Bumerang werden: Die unzureichende Anwendung beziehungsweise der "Missbrauch" von bahnbrechenden Erkenntnisse bei der medikamentösen Therapie habe sich vor allem auf die Menschen in den Entwicklungsländern katastrophal ausgewirkt, warnt die WHO in ihrem jährlichen Bericht über Infektionskrankheiten. Mehr als elf Millionen Menschen sterben nach Angaben der Organisation pro Jahr an Krankheiten, deren Ausbruch verhindert oder die geheilt werden könnten.

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