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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Marrubium vulgare

Marrubium vulgare L.
(syn. Marrubium album, M. germanicum, M. lanatum, Prasium marrubium); Gemeiner Andorn (syn. Mauer-Andorn, Weißer Andorn, Weißer Dorant), vgl. Abbildung.
Fam.: Lamiaceae (Labiatae).
Vork.: besonders Mittelmeergebiet bis Zentralasien.
Droge: Marrubii herba (syn. Herba Marrubii, Herba Marrubii albi, Herba Marrubii vulgaris, Herba Prasii); Andornkraut (syn. Weißes Andornkraut), die Blätter und blühenden Spitzen. Inh.: äther. Öl (0,05-0,06 %), u.a. Camphen, p-Cymol und α-Pinen enthaltend, ferner Diterpen-Bitterstoffe der Labdanreihe mit Marrubiin (0,1-1 %, Hauptkomponente) sowie Prämarrubiin vgl. Formel, Gerbstoffe (bis zu 7 %, u.a. Hydroxyzimtsäurederivate), Flavonoide mit Flavon- und Flavonolglykosiden. Anw.: Appetitlosigkeit, dyspeptische Beschwerden mit leichten Magen-Darm-Krämpfen, Völlegefühl und Blähungen, Katarrhe der Luftwege. Zur Teezubereitung verwendet man als Einzelgabe ca. 1,5 g feingeschnittene Droge. Als mittlere Tagesdosis werden etwa 4,5 g empfohlen.
Hom.: Marrubium vulgare HAB 1; Andorn, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen. Anw.-Geb.: Erkrankungen der Atemwege.
Histor.: Der Name Marrubium wird vom hebräischen mar (bitter) und rob (viel) abgeleitet und ist in gleicher Weise ins lateinische marrubius überführt worden. Die Bezeichnung Andorn wird auch mit "ohne Dornen" in Zusammenhang gebracht. Der Andorn zählt zu den ältesten Arzneipflanzen, die uns durch Überlieferung bekannt wurden.



Marrubium vulgare, Gemeiner Andorn



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