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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Oenothera biennis

Oenothera biennis L.
(syn. Oenothera communis, O. graveolens, Onagra biennis, O. vulgaris); Gemeine Nachtkerze (syn. Eierblume, Gelbe Rapunzel, Gelber Nachtschatten, Härekraut, Nachtschlüsselblume, Rübenwurzel, Schinkenkraut, Stolzer Heinrich, Weinblume), vgl. Abbildung.
Fam.: Onagraceae.
Heim.: Nordamerika, in Europa kultiviert und verwildert.
Drogen: 1. Oenothera biennis herba (syn. Herba Oenotherae biennis), das getrocknete Kraut. Inh.: Gerbstoffe, Phytosterole, Harze und Zucker. Anw.: in der Volksheilkunde als Antidiarrhoikum und "Blutreinigungsmittel". 2. Oenotherae oleum (syn. Oenothera biennis oleum, Oleum Oenotherae, Oleum Oenotherae biennis), Nachtkerzenöl (syn. Rhapontikaöl), das aus den Samen gewonnene fette Öl, dessen Triglycerole 65 bis 80 % Linolsäure und als Besonderheit 8 bis 14 % γ-Linolensäure aufweisen. Anw.: in Kapselform als Fertigarzneimittel zur Arterioskleroseprophylaxe (0,1-6 g/d) sowie beim atopischen Ekzem (Neurodermitis).
Hom.: Oenothera biennis HAB 34, die zu Beginn der Blütezeit gesammelte, frische Pflanze. Anw.-Geb.: u.a. Durchfall.
Histor.: Der Gattungsname Oenothera leitet sich vom griechischen oinotheris (Blume mit Weingeruch der Wurzel) ab; während biennis (zweijährig) auf die Zweijährigkeit der Pflanze hinweist. Die Bezeichnung Nachtkerze bezieht sich auf die beginnende Öffnung der Blüten am Abend und deren Bestäubung durch Nachtfalter.



Oenothera biennis, Gemeine Nachtkerze

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