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Bevölkerungswachstum: Wie viele werden wir noch?

Laut den Vereinten Nationen werden Ende des Jahrhunderts fast elf Milliarden Menschen auf der Erde leben. Andere Forschungsgruppen sagen hingegen voraus, dass die Weltbevölkerung etwa ab 2070 langsam abnehmen wird.
Menschenmassen

Im Jahr 2100, so die Vereinten Nationen (UN), wird die Erde rund 10,9 Milliarden Menschen beherbergen. Ein neuer Rekordwert in der Reihe von Bevölkerungsprojektionen, die die Abteilung Bevölkerungsfragen der UN seit Jahrzehnten regelmäßig veröffentlicht. Doch in den letzten Jahren haben konkurrierende Forschungsgruppen eigene Techniken zur Bevölkerungsvoraussage entwickelt und substanziell unterschiedliche Ergebnisse hervorgebracht. Bis 2060, vielleicht 2070 wird die Menschheit ihren Schätzungen zufolge noch anwachsen, aber nur auf 9,7 Milliarden. Danach soll Schluss sein mit Wachstum: Wir werden wohl wieder weniger.

In der Fachwelt schwelen seither erbitterte Streits. Die unterschiedlichen Zahlen bedeuten aber selbst abseits der akademischen Diskussion für all diejenigen ein Problem, die auf ihrer Grundlage für die Zukunft kalkulieren, etwa Regierungen und Unternehmen: Bevölkerungsentwicklung beeinflusst nicht nur die Planung der Infrastruktur oder die Kalkulation künftiger Steuereinnahmen, sie wirkt sich auch auf die Ziele für internationale Entwicklung aus und ist wichtig, wenn man über die Reduktion der Treibhausgasemissionen spricht.

Jede Abschätzung der Bevölkerungsentwicklung beginnt mit der Frage, wie viele Menschen zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf der Erde leben …

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  • Quellen

Lutz, W. et al (Hrsg.): Demographic and human capital scenarios for the 21st century. European Union, 2018

Gietel-Basten, S., Sobotka, T.: Uncertain population futures: Critical reflections on the IHME scenarios of future fertility, mortality, migration and population trends from 2017 to 2100. Vorabveröffentlichung auf SocArXiv, 23. September 2020

Vollset, S. E. et al.: Fertility, mortality, migration, and population scenarios for 195 countries and territories from 2017 to 2100: a forecasting analysis for the Global Burden of Disease Study. The Lancet 396, 2020