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Wissenschaftsgeschichte : Die Vermessung der Gefühle

Bereits die alten Griechen haben sich daran versucht, die Vielfalt menschlicher Gefühle zu ergründen. Seither ist viel passiert in der Emotionsforschung. Ein Überblick über die größten Meilensteine.
fMRT

In Dahlem, einem grünen Berliner Vorort, steht auf dem Gelände der Freien Universität das Center for Cognitive Neuroscience Berlin (CCNB). Hier liegt in einem unscheinbaren grauen Anbau Junus* in einem Magnetresonanztomografen. Er hat sich bereit erklärt, an einer Bildgebungsstudie teilzunehmen.

Wie vorab mit der Studienleiterin vereinbart, sieht er auf einem Bildschirm Rechenaufgaben, die er zunächst etwas gelangweilt und ohne Mühe löst. Doch plötzlich erscheinen sie in immer kürzeren Abständen und werden zunehmend schwieriger. Junus merkt, dass er vermehrt Fehler macht. Zu allem Überfluss ermahnt ihn die Versuchsleiterin über Kopfhörer, sich mehr anzustrengen, damit man seine Daten auch nutzen könne. Schließlich sei die Studie äußerst aufwändig.

Der Puls des jungen Studenten wird schneller, seine Hände schwitzen. Obwohl er weiß, dass es sich lediglich um ein – zumindest für ihn – unwichtiges Experiment handelt, ärgert er sich über die Versuchsleiterin und über sich selbst. Am liebsten würde er auf der Stelle den Scanner verlassen.

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  • Quellen

Accolla, E. A. et al.: Deep Brain Stimulation of the Posterior Gyrus Rectus Region for Treatment Resistant Depression. In: Journal of Affective Disorders 194, S. 33 – 37, 2016

Belliveau, J. W. et al.: Functional Mapping of the Human Visual Cortex by Magnetic Reso-nance Imaging. In: Science 254, S. 716 – 719, 1991

Drysdale, A. T. et al.: Resting-State Connectivity Biomarkers Define Neurophysiological Sub-types of Depression. In: Nature Medicine 23, S. 28 – 38, 2017

Fan, Y. et al.: Early Life Stress Modulates Amygdala‐Prefrontal Functional Connectivity: Im-plications for Oxytocin Effects. In: Human Brain Mapping 35, S. 5328 – 5339, 2014

Finn, E. S. et al.: Functional Connectome Fingerprinting: Identifying Individuals using Patterns of Brain Connectivity. In: Nature Neuroscience 18, S. 1664 – 1671, 2015

Holtzheimer, P. E. et al.: Subcallosal Cingulate Deep Brain Stimulation for Treatment-Resistant Depression: a Multisite, Randomised, Sham-Controlled Trial. In: The Lancet 4, S. 839 – 849, 2017

Mayberg, H. et al.: Deep Brain Stimulation for Treatment-Resistant Depression. In: Neuron 45, S. 651 – 660, 2005

Thulborn, K. R. et al.: Oxygenation Dependence of the Transverse Relaxation Time of Water Protons in whole Blood at High Field. In: Biochimica et Biophysica Acta 714, S. 265 – 270, 1982

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